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Jannik Sinner spielte groß auf. © ANSA / Alessandro Di Marco

Überragender Sinner entzaubert Isner

Was Jannik Sinner am Freitagabend bei seinem Davis-Cup-Debüt in Turin bot, war Tennis in Perfektion. Er deklassierte John Isner und verhalf Italien damit zum Sieg gegen die Vereinigten Staaten.

Wenige Stunden nach dem Sieg von Lorenzo Sonego über Reilly Opelka konnte der 20-jährige Sextner mit einem Sieg über John Isner (ATP 24) alles klarmachen. Jener John Isner, der den Südtiroler heuer in Cincinnati noch bezwungen hatte und sich somit gute Chancen ausrechnete. Damals befand sich Sinner jedoch längst nicht in Topform, am Freitag in Turin sehr wohl: Der Weltranglisten-10. zelebrierte förmlich den Tennissport, spielte mit dem bemitleidenswerten Isner Katz und Maus und gewann letztlich diskussionslos mit 6:2, 6:0.


Eigentlich ist das Match schnell erzählt: Hier Jannik Sinner, der den Aufschlag von „Long John“ scheinbar problemlos entschärfte und in den Rallies die Bälle klug verteilte. Da John Isner, der immer wieder ratlos in Richtung seines Kapitäns Mardy Fish blickte und zu keinem Zeitpunkt das Gefühl hatte, dass er die Partie irgendwie drehen konnte. Zu dominant trat der junge Südtiroler auf. Allein dass er es schaffte, den zurzeit besten Aufschläger der Welt fünf Mal zu breaken, sagt viel, wenn nicht alles, über seine Leistung aus. Dank dieser ging Italien vor dem letzten, irrelevanten Doppel uneinholbar mit 2:0 in Führung. Am Samstag gegen Kolumbien können die Azzurri das Weiterkommen klarmachen.

Neun Games in Folge
Zum Spiel: Nach einem elend langen Auftaktgame, in dem Isner drei Breakchancen abwehren konnte, erlebten die Zuschauer eine One-Man-Show: Sinner nahm dem 36-Jährigen im zweiten Spiel dank fantastischer Returns den Aufschlag ab, verwaltete den Vorsprung danach gekonnt – und machte den Satz nach einem weiteren Break mit 6:2 zu.

Lorenzo Musetti war voll des Lobes. © ANSA / Alessandro Di Marco


Einzig zu Beginn des zweiten Abschnittes streute der Youngster einige Unachtsamkeiten ein, die zu drei Isner-Breakmöglichkeiten führten. Als Sinner diese gekonnt abwehrte, war die Gegenwehr des US-Amerikaners gebrochen. Insgesamt gewann der Local Hero ab dem 3:2 des ersten Durchganges neun Games in Folge. Das 6:0 spiegelte die Kräfteverhältnisse auf dem Platz wieder.

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