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Jannik Sinner kam an seine Grenzen. © ANSA / NOUSHAD THEKKAYIL

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Jannik Sinner kam an seine Grenzen. © ANSA / NOUSHAD THEKKAYIL

Überraschung in Doha: Sinner scheitert an Mensik

Jakub Mensik sorgte in Doha für eine Überraschung: Der 20-jährige Tscheche besiegte Jannik Sinner in einem hochklassigen Premierenduell in drei Sätzen und zog ins Halbfinale ein.

Es kommt nicht häufig vor, dass Jannik Sinner auf der ATP-Tour Neuland betritt. Der Südtiroler gehört ja seit Jahren zur absoluten Weltspitze, neue Gegner sind selten – und wenn, dann meist Vertreter einer aufstrebenden Generation. Genau in diese Kategorie fällt Jakub Mensik. Der 20-jährige Tscheche spielte sich 2025 endgültig ins Rampenlicht und rangiert aktuell auf Platz 16 der Weltrangliste. Das Viertelfinale mit Sinner beim ATP-500-Turnier in Doha sollte dabei das Spektakel werden, das es versprach.


Denn Jakub Mensik hielt nicht nur mit dem Sextner mit, sondern brachte diesen an seine Grenzen. Mit jugendlichem Elan, einer mutigen Frechheit und atemberaubenden Grundlinienschlägen, die denen von Sinner Paroli boten, machte er das Rennen um den Einzug ins Halbfinale unheimlich spannend. Und damit nicht genug: Dem Tschechen gelang die große Überraschung und er besiegte Jannik Sinner in drei Sätzen mit 7:6(3), 2:6 und 6:3. Damit hat er wohl auch die Aufmerksamkeit des letzten Tennisfans dieser Welt auf sich gezogen.

Furchtloser Mensik

Von Beginn an entwickelte sich eine Partie auf höchstem Niveau. Beide Akteure präsentierten sich extrem solide bei eigenem Service. Lange Ballwechsel waren also zunächst Mangelware, weil sowohl Sinner als auch Mensik ihre Aufschlagspiele souverän durchbrachten. Mensik versuchte dabei immer wieder, den Südtiroler aus dessen Komfortzone an der Grundlinie zu locken. Mit eingestreuten kurzen Bällen und mutigen Tempowechseln versuchte er, den Rhythmus der Nummer 2 der Welt zu brechen – was ihm auch immer wieder gelang.

Jannik Sinner verlor den ersten Satz im Tiebreak. © ANSA / NOUSHAD THEKKAYIL

Jannik Sinner verlor den ersten Satz im Tiebreak. © ANSA / NOUSHAD THEKKAYIL


Folgerichtig musste der Tiebreak die Entscheidung im ersten Durchgang bringen. Dort erwischte Mensik den besseren Start, sicherte sich früh ein Minibreak – und spielte den Vorsprung nervenstark nach Hause. Der Tscheche agierte furchtlos, druckvoll und begegnete Sinner in dessen Paradedisziplin: Dem kompromisslosen Spiel von der Grundlinie.

Kurzes Aufbäumen, dann war Schluss

Doch wer Jannik Sinner kennt, der weiß, dass dies den Südtiroler nur anstacheln kann. Im zweiten Satz erhöhte Sinner merklich die Intensität. Der 24-Jährige fand noch einmal einen anderen Gang, variierte mehr in Länge und Tempo und setzte Mensik mit tiefen, aggressiven Returns zunehmend unter Druck. Zwei Breaks für den Sextner bedeuteten einen kompromisslosen zweiten Satz, und das Momentum für den dritten lag auf Sinners Seite.

Mensik bejubelt seinen großen Erfolg. © APA/afp / KARIM JAAFAR

Mensik bejubelt seinen großen Erfolg. © APA/afp / KARIM JAAFAR


Doch wie aus dem Nichts kippte dieses bereits im ersten Game des dritten Satzes wieder zugunsten des Tschechen, der dem Sextner prompt seinerseits erstmals den Aufschlag abnahm. Sinner fand anschließend keinen Punkt mehr, an dem er Mensik bei dessen Service gefährlich werden konnte. Ganz im Gegenteil: Mensik beendete das Match mit einem weiteren Break zum 6:3. Ein sichtlich frustrierter Sinner musste zusehen, wie ihm ein ums andere Mal eine tödliche Rückhand um die Ohren flog – und schließlich die Niederlage und das Aus im Viertelfinale akzeptieren.

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