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Jannik Sinner kämpft um den nächsten Titel. © APA/afp / SANDER KONING

Unaufhaltsamer Sinner: Finale in Rotterdam

Er musste im Vergleich zu den letzten Partien deutlich härter für den Sieg arbeiten, freute sich nach nervenaufreibenden zwei Stunden aber über das zweite Finale in Folge: Jannik Sinner kämpft am Sonntag beim ATP-500-Turnier von Rotterdam um den ganz großen Coup.

Von:
Leo Holzknecht

Sinner hatte mit dem Halbfinal-Einzug das erreicht, was dem mittlerweile zurückgetretenen Andreas Seppi 2018 gelang: Damals schlug der Kalterer große Namen wie Alexander Zverev und Daniil Medvedev, bevor er sich in der Vorschlussrunde Roger Federer beugen musste. Der Sextner traf am Samstag mit Tallon Griekspoor auf einen unbekannteren Gegner. Die Nummer 61 der Welt durfte jedoch nicht unterschätzt werden, schließlich gewann er in der laufenden Saison schon einen Titel in Pune (Indien) und stand vor dem Match bei einer Bilanz von 10:1-Siegen. Seine bestechende Form stellte der Niederländer auch gegen Sinner unter Beweis: Er forderte dem 21-Jährigen alles ab und musste sich erst nach zwei Stunden mit 5:7, 6:7 geschlagen geben.


Das Match begann nicht mit einem Feuerwerk, sondern mit einem Abtasten: Beide Akteure hatten mit ihrem ersten Aufschlag Mühe, auch von der Grundlinie lief nicht alles rund. In den Aufschlagspielen wurde es zwar eng, Breakbälle gab es aber keine. Die Kontrahenten, die jeweils mit der Vorhand viel Schaden anrichteten, begegneten sich auf Augenhöhe. Sinner spielte längst nicht mit jener Leichtigkeit wie in den Runden zuvor, doch er brachte seinen Service stets durch und lauerte auf die Chance, die Spieler seiner Klasse immer erhalten. Beim Stand von 4:5 rettete sich Griekspoor noch, im darauffolgenden Servicegame musste er jedoch kapitulieren. Dank fantastischer Returns erspielte sich Sinner einen Breakball, den er eiskalt verwertete – 7:5.

Tallon Griekspoor spielte groß auf. © APA/afp / SANDER KONING


Wer dachte, dass Sinner nun davonziehen werde, sah sich getäuscht: Der hartnäckige und vom Publikum angefeuerte Griekspoor blieb dran. Allerdings hatte er beim Aufschlag des Sextners keinen Stich. Und das, obwohl Sinners Quote nicht sehr hoch war. Weil auch der Niederländer bei eigenem Aufschlag äußerst solide auftrat, blieb das Spiel im Gleichgewicht. Folgerichtig ging es in den Tiebreak, der an Spannung kaum zu überbieten war. Erst beim Stand von 3:3 gelang Sinner ein Mini-Break. Griekspoor holte sich dieses prompt zurück, um kurz darauf ein weiteres zu kassieren. Das bedeutete: Match Point. Den ersten wehrte der Niederländer auf spektakuläre Art und Weise ab, den zweiten verwertete Sinner mit einem unglaublichen Lob.

Das große Finale

Im Finale kommt es nun zum großen Showdown mit Daniil Medvedev, der in dieser Woche zu seiner Bestform zurückgefunden hat. Sein 6:1, 6:2-Sieg im Halbfinale gegen Grigor Dimitrov war ein klares Signal, dass er nach schwierigen Monaten wieder ganz der Alte ist. Der Russe führt den direkten Vergleich mit Sinner mit 4:0 an. Alle Duelle fanden in der Halle statt. Das Match beginnt am Sonntag um 15.30 Uhr.

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