
Carlos Alcaraz ist für die ATP Finals qualifiziert. © APA / JULIAN FINNEY
Ungewöhnlicher Weg: So qualifizierte sich Alcaraz für die ATP Finals
Zwischen 15. und 22. November finden in Turin die ATP Finals statt. Neben dem Südtiroler Superstar Jannik Sinner und US-Open-Champion Alexander Zverev ist auch Carlos Alcaraz für das Turnier qualifiziert – über einen ungewöhnlichen Weg.
19. September 2026
Von: nie
Die ATP Finals stellen traditionell den Abschluss der Tennis-Saison dar und sind nach den Australian Open, French Open, Wimbledon und den US Open das wichtigste Turnier im Kalender. Daran teilnehmen dürfen bekanntlich nur acht Spieler – normalerweise jene Profis, die innerhalb eines Jahres die meisten Punkte gesammelt haben.
So ist es wenig verwunderlich, dass sowohl Jannik Sinner (7950) als auch Alexander Zverev (8650) den Sprung zu den Finals in Turin bereits geschafft haben. Tatsächlich hat mit Carlos Alcaraz bereits ein dritter prominenter Name die Ziellinie im 'Race to Turin' überschritten – und zwar ohne die üblichen Voraussetzungen erfüllt zu haben. Der spanische Superstar liegt im Ranking mit 4050 Punkten hinter dem US-Open-Finalisten Ben Shelton (4430), im Gegensatz zu letzterem ist ihm die Qualifikation aber bereits sicher. Wie geht das?
ATP Finals: Eine Sonderregel macht es möglich
Die Antwort liefert eine Sonderregel der ATP. Zwar qualifizieren sich grundsätzlich die acht Spieler mit den meisten Punkten in der Race für das Saisonfinale. Zusätzlich ist jedoch ein Startplatz für einen Grand-Slam-Sieger vorgesehen, sofern dieser das Jahr unter den ersten 20 der Weltrangliste beendet. Genau das trifft auf Alcaraz zu: Der 23-Jährige gewann Anfang des Jahres die Australian Open und hat zugleich bereits genügend Punkte gesammelt, um sicher in den Top 20 der Weltrangliste zu bleiben.Carlos Alcaraz (links) und Ben Shelton (rechts) bei den US Open 2026. © ANSA / BRIAN HIRSCHFELD
Für Shelton gilt diese Regel nicht. Der US-Amerikaner liegt zwar vor Alcaraz in dem Race und hat 400 Punkte mehr auf dem Konto, seine Teilnahme ist aber noch nicht mathematisch garantiert. Durch seinen Einzug ins Finale der US Open hat der 23-Jährige seine Chancen allerdings weiter verbessert. Dass Shelton am Ende ebenfalls in Turin dabei sein wird, gilt angesichts seiner Ausgangslage als nahezu sicher.
Alcaraz' Qualifikation besonders bemerkenswert
Für Alcaraz ist die erneute Qualifikation unterdessen besonders bemerkenswert. Der Spanier bestritt in diesem Jahr bislang lediglich sechs Turniere. Eine Handgelenksverletzung setzte ihn vier Monate außer Gefecht, weshalb er die komplette Sandplatzsaison sowie mit den French Open und Wimbledon gleich zwei Grand-Slam-Turniere verpasste.Trotz dieser langen Zwangspause steht damit bereits fest: Alcaraz wird auch 2026 zum Teilnehmerfeld der ATP Finals gehören – zum fünften Mal in Folge.
ATP Finals: So steht es im Race to Turin
| Pos. | Name | Punkte |
|---|---|---|
| 1. | Alexander Zverev | 8650 |
| 2. | Jannik Sinner | 7950 |
| 3. | Ben Shelton | 4430 |
| 4. | Carlos Alcaraz | 4050 |
| 5. | Flavio Cobolli | 3530 |
| 6. | Frances Tiafoe | 3330 |
| 7. | Arthur Fils | 3150 |
| 8. | Daniil Medvedev | 2780 |
| 9. | Rafael Jódar | 2509 |
| 10. | Taylor Fritz | 2480 |
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