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Novak Djokovic muss Australien verlassen. © AFP / ANNE-CHRISTINE POUJOULAT

Visum widerrufen! Djokovic wird aus Australien abgeschoben

Im Fall vom vermeintlich ungeimpften Tennis-Star Novak Djokovic gibt es eine spektakuläre Wendung. Dem serbischen Superstar wurde das Einreisevisum entzogen, er muss Australien verlassen und wird folglich auch nicht an den Australian Open teilnehmen.

Die Diskussionen um Novak Djokovic haben einen neuen Höhepunkt erreicht. Am späten Mittwochabend (MEZ) wurde bekannt, dass dem serbischen Tennisspieler das Visum für den Aufenthalt in Australien entzogen bzw. für ungültig wurde. Damit darf sich Djokovic nicht mehr im Land aufhalten und wird abgeschoben. Eine Teilnahme am ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres in Melbourne ist damit vom Tisch.


Djokovic muss Australien noch am Donnerstag verlassen, wie lokale Medien berichten. So will The Age erfahren haben, dass die Anwälte der Nummer 1 der Tenniswelt bereits Berufung eingelegt haben. Djokovic soll den australischen Grenzschützern keine ausreichenden Beweise vorgelegt haben, dass er sich aus medizinischer Sicht nicht impfen lassen könne.

Novak Djokovic am Flughafen in Melbourne bei der versuchten Einreise nach Australien. © ANSA / X

Offenbar hat das Team des Serben, das mit einem Flugzeug von Dubai aus nach Melbourne gekommen war, das falsche Visum beantragt. Djokovic hatte zuvor noch grünes Licht für eine medizinische Ausnahme-Regelung erhalten, die ihn bei der Einreise von der Impfpflicht gegen Covid-19 befreit und ihm somit ermöglicht, bei den Australian Open in Melbourne an den Start gehen.
Diplomatischer Konflikt droht: Serbischer Präsident schaltet sich ein
In die Causa schaltete sich am Mittwochabend auch Serbiens Präsident Aleksandar Vucic ein, er bot dem Tennisstar in einem Telefonat seine Hilfe an. „Ganz Serbien ist mit Novak und unsere Behörden tun alles, um diese Schikane sofort zu beenden“, erklärte Vucic, der den australischen Botschafter in Belgrad einbestellte. Die Causa könnte damit auch diplomatische Konsequenzen verursachen.

Der australische Premierminister Scott Morrison hatte bereits zuvor ausreichende Belege für die Ausnahmegenehmigung des 20-fachen Grand-Slam-Siegers gefordert. Sonst werde der 34-Jährige „im ersten Flieger nach Hause“ sitzen, warnte Morrison und fügte hinzu: „Für Novak Djokovic sollte es keine Sonderregeln geben, absolut keine.“

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