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Peilt das Achtelfinale an: Jannik Sinner © APA/afp / GLYN KIRK

Was geht gegen das Aufschlagmonster?

Die Kombination aus John Isner und den Rasenplätzen in Wimbledon bedeutet für die Gegner zumeist nichts Gutes. Jannik Sinner will am Freitag beweisen, dass dem nicht so ist.

Obwohl Jannik Sinner in den ersten beiden Runden gegen Stan Wawrinka bzw. Mikael Ymer zwei Durchgänge abgeben musste, gerieten die ersten Rasensiege des 20-Jährigen nie in Gefahr. In der dritten Runde steigert sich der Schwierigkeitsgrad nun aber ungemein. Gegner im All England Club ist nämlich kein Geringerer als John Isner, der auf den Londoner Plätzen ja fast schon Legendenstatus genießt.


Nicht etwa, weil er den prestigeträchtigsten Titel gewonnen hat, sondern aufgrund eines Matches, das in die Geschichtsbücher einging: Im Jahr 2010 duellierten sich der US-Amerikaner Isner und der Franzose Nicolas Mahut in Runde 1 elf Stunden und fünf Minuten lang. Der Endstand? 6:4, 3:6, 6:7 (7:9), 7:6 (7:3) und 70:68 für Isner. Ganze drei Tage dauerte die Partie, die unter anderem Grund dafür war, warum die Grand Slams einen Tiebreak beim Stand von 6:6 im Entscheidungssatz einführten. Insgesamt schlugen beide Akteure jeweils über 100 Asse. Nicht nur deshalb erlangte Isner in Wimbledon Berühmtheit. 2018 zog er nämlich ins Halbfinale ein, wo er sich Kevin Anderson geschlagen geben musste.

Bestritten das längste Match der Geschichte: John Isner und Nicolas Mahut © AFP / GLYN KIRK


Am Freiatg kann Isner das nächste Kapitel seiner Wimbledon-Geschichte schreiben. Denn zurzeit hat der Mann aus North Carolina 13 723 Asse in seiner langen Karriere geschlagen – und damit nur fünf weniger als der Allzeit-Führende Ivo Karlovic aus Kroatien. Die Wahrscheinlichkeit ist somit groß, dass er den inzwischen zurückgetretenen Karlovic im Match gegen Sinner in Sachen Asse überholt.

Sinner weiß natürlich um die große Stärke von „Long John“, hat jedoch schon bewiesen, dass er diese neutralisieren kann: Im Davis Cup des vergangenen Jahres fegte der Südtiroler Isner mit 6:2 und 6:0 vom Platz. Wenige Monate zuvor hatte der US-Boy das erste Duell in Cincinnati mit 5:7, 7:6 und 6:4 gewonnen. Ein interessantes Match, das um rund 17 Uhr auf dem Court 2 stattfindet, kann also erwartet werden.

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