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Auftakt nach Maß: Jannik Sinner hat die zweite Runde der French Open erreicht. © APA/afp / ANNE-CHRISTINE POUJOULAT

Weltklasse: Sinner zaubert in Paris

Jannik Sinner hat bei den French Open dank eines herausragenden Auftrittes gegen den Belgier David Goffin (ATP 12) im Eiltempo die zweite Runde erreicht.

Am Sonntagvormittag kam Jannik Sinner und David Goffin eine besondere Ehre zuteil. Sie durften auf dem Court Philippe-Chatrier, dem größten Stadion auf der Anlage in Paris, vor den 1.000 zugelassenen Zuschauern das neu errichtete Dach einweihen und zugleich das dritte Grand-Slam-Turnier des Jahres eröffnen. Für den 18-jährigen Südtiroler war es der erste Auftritt auf einem der größten Tennisplätze dieser Welt. Eingewöhnungszeit brauchte Sinner aber keine, hatte er doch in den Tagen vor dem Match mit Rafael Nadal und Novak Djokovic an gleicher Stelle trainiert und sich an die besonderen Verhältnisse anpassen können. Die Einheiten mit den Stars der Szene trugen ihre Früchte – Sinner gewann verdient mit 7:5, 6:0 und 6:3.

Großer Kampf zu Beginn
Im ersten Satz hatten beide Akteure große Schwierigkeiten, ihre Aufschlagspiele durchzubringen. Grund dafür waren unter anderem die neuen Bälle, die bei den diesjährigen French Open zum Einsatz kommen und deutlich langsamer sind als jene des Vorjahres. Gepaart mit den kalten äußeren Bedingungen verlor der Aufschlag an Wirkung – fünf Breaks waren die Folge. Das Entscheidende gelang dem Sextner beim Stand von 6:5. Mit wenigen unerzwungenen Fehlern und druckvollen Grundschlägen holte er sich den ersten Durchgang verdient mit 7:5.

Jannik Sinner war überall anzutreffen. © APA/afp / ANNE-CHRISTINE POUJOULAT


Während der Satzgewinn den fast perfekt spielenden Sinner regelrecht beflügelte, geriet der Weltranglisten-12. mit Fortdauer der Partie immer in größere Schwierigkeiten. Der Belgier fand gegen den Südtiroler einfach keine Mittel, produzierte – im Bestreben aggressiver zu spielen – Fehler über Fehler. Ein Klassenunterschied, der sich auch auf die Anzeigetafel widerspiegelte, machte sich bemerkbar. Mit 6:0 ging der zweite Satz an den Südtiroler, der wie schon in der ersten Runde der US Open mit zwei Durchgängen führte.
Sinner zeigt keine Nerven
Damals verließen Sinner die Kräfte – diesmal nicht. Der Youngster spielte den ehemaligen Top-10-Spieler, den er Anfang des Jahres in Rotterdam schon einmal besiegt hatte, an die Wand. Zwischenzeitlich gewann er 11 (!) Spiele in Folge. Während Sinner alles gelang und durch spektakuläre Schläge seinen Gegner am Rande der Verzweiflung brachte, resignierte Goffin: Gegen diesen Sinner war am heutigen Tage kein Kraut gewachsen. Nach knapp zwei Stunden verwertete der Shootingstar seinen zweiten Matchball und holte sich damit bei seiner ersten French-Open-Teilnahme gleich seinen ersten Sieg.

In der zweiten Runde wartet auf Sinner Benjamin Bonzi aus Frankreich, der überraschend den Finnen Emil Ruusuvuori ausschaltete.

Für den zweiten Südtiroler, Routinier Andreas Seppi, sind die French Open dagegen vorzeitig beendet. Er schied am Sonntag in Runde eins aus (SportNews berichtete).

Autor: leo

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