
Jannik Sinner blickt in Wimbledon auf einen außergewöhnlichen Erfolgslauf. © ANSA / NEIL HALL
Wie der Wimbledon-Prinz: Sinner wandelt auf großen Spuren
Jannik Sinner ist am Sonntag im Achtelfinale von Wimbledon gefordert. Schon jetzt wandelt der Titelverteidiger auf großen Spuren.
05. Juli 2026
Von: nie
Stellt man sich die Geschichte von Wimbledon wie Artus' berühmte Tafelrunde vor, würde der Name von so manchem Tennis-Ritter ins Auge stechen. An jenem Tisch säßen etwa Sir Andy Murray (2 Titel), Sir Norman Brookes (2), Boris Becker (3), Rod Laver (4), Björn Borg (5) sowie König Roger Federer (8) und seine Prinzen Novak Djokovic und Pete Sampras (je 7).
Zu den Zahlen von letzteren fehlt Neuankömmling Jannik Sinner, der dank seines Triumphes im vergangenen Jahr zu dieser illustren Runde gestoßen war, freilich noch etwas. Trotz seines jungen Alters hat der Weltranglistenerste aus Südtirol aber bereits einen bemerkenswerten Erfolgslauf in Wimbledon vollbracht – und wandelt tatsächlich bereits auf den Spuren von Sampras.
Nur einer war seit den 1990ern jünger als Sinner
Mit seinem jüngsten Einzug ins Achtelfinale an der Church Road, welches er am Sonntag gegen den Japaner Shintaru Mochizuki bestreitet (live im SportNews-Ticker), zog Sinner nämlich in einem speziellen Punkt mit der US-amerikanischen Tennis-Legende gleich. So ist der 24-Jährige nun der jüngste Spieler seit Sampras in den Jahren 1992 bis 1996, der in Wimbledon bei fünf aufeinanderfolgenden Ausgaben die zweite Turnierwoche erreicht hat.Wimbledon und Jannik Sinner: Das passt einfach. © APA/afp / HENRY NICHOLLS
Der Unterschied zwischen den beiden Himmelsstürmern: Wimbledon galt als das Wohnzimmer von Sampras, im Alter von 24 Jahren hatte der US-Star schon drei seiner insgesamt sieben Titel auf dem heiligen Rasen eingetütet. Sinner könnte dahingehend nachlegen, gilt er beim ältesten Tennisturnier der Welt doch als Favorit auf die Trophäe.
Sinner: Letztes Achtelfinal-Aus liegt weit zurück
In den ersten Runden ließ Sinner, der ohne Vorbereitungsturnier auf Rasen nach London gekommen war, noch nicht seine gesamte Klasse auf dem Court durchblitzen. Die statistischen Aussichten hinsichtlich eines Weiterkommens gegen Mochizuki könnten aber durchaus schlechter sein.Jannik Sinner hat in den vergangenen drei Jahren eine makellose Achtelfinal-Quote. © ANSA / NEIL HALL
Fünf Mal war für Sinner bei einem Grand-Slam-Turnier im Achtelfinale Endstation, das letzte Aus in dieser Runde liegt bereits weit zurück: Bei den US Open 2023 schied der viermalige Major-Triumphator in der Runde der letzten 16 aus. Allerdings: Eine „schlechtere“ Quote als in Grand-Slam-Achtelfinals hat Sinner trotzdem in keiner anderen Turnierphase vorzuweisen. In der 1. und 2. Runde eines Majors schied er etwa in nur vier respektive drei Fällen aus.
Bei 26 Teilnahmen im Hauptfeld ging es für Sinner 14-mal mindestens bis ins Viertelfinale. Ein Beweis dafür, dass der Titelverteidiger seit jeher in den wichtigen Momenten da ist.
Sinners Bilanz in den verschiedenen Runden
| Pos. | Runde bei Grand Slam | Niederlagen (Siege) |
|---|---|---|
| 1. | Achtelfinale | 5 (14) |
| 2. | Viertelfinale | 5 (9) |
| 3. | 1. Runde | 4 (22) |
| 4. | 2. Runde | 3 (19) |
| 5. | Halbfinale | 3 (6) |
| 6. | Finale | 2 (4) |
| 7. | 3. Runde | 0 (19) |
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