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Das linke Knie zwickt – ein Weiterspielen war unmöglich. © ANSA / MARTIN DIVISEK

Wie geht es Jannik Sinner?

Nach der verletzungsbedingten Aufgabe im Achtelfinal der French Open gegen Andrey Rublev dreht sich alles um den Gesundheitszustand des Sextners. Dieser fragt sich nun selbst, was das Beste für ihn sei: Mehr Gewicht, mehr Muskeln oder doch nicht?

„Zu Beginn der Partie war alles gut. Während meinem Aufschlagspiel beim Stand von 2:1 habe ich einen starken Stich im Knie verspürt. Ich habe gehofft, dass der Schmerz nachlässt und ich weiterspielen kann, was nicht der Fall war. Unglücklicherweise musste ich deshalb aufgeben“, sagte ein sichtlich angeschlagener Sinner nach dem Spiel gegen Rublev, das er beim Stand von 6:1, 4:6, 0:2 aufgeben musste.


Bereits zwei Tage zuvor verspürte Sinner ein Stechen im Knie, allerdings an einer anderen Stelle: „Die Ärzte und Physiotherapeuten gaben mir nach dem Match gegen McDonald grünes Licht, ich habe versucht das Ziehen im Knie auszublenden. Ich war nicht bei 100 Prozent, mit Knieschmerzen anzutreten war vielleicht nicht die beste Entscheidung, aber es war okay. Als ich zum Service abgesprungen bin, habe ich dann den stechenden Schmerz verspürt und es war zu viel.“

Auf der Pressekonferenz nach der Partie war der junge Sextner enttäuscht über seine anhaltenden körperlichen Probleme: „Ich weiß nicht was los ist! Die Saison verläuft nicht ganz nach Wunsch. Auch wenn ich heuer mein Spiel nochmals verbessert habe, bremst mich mein Körper aus. Es tut mir leid, denn im ersten Satz gegen Rublev habe ich wirklich gut gespielt.“

„Jeder Spieler hat seine Schwachstelle, meine ist die Gesundheit.“ Jannik Sinner

Es ärgere ihn, denn – wie in Miami – hätte er es im Turnier weit schaffen können, sagte Sinner, zum wiederholten Male wurde er allerdings von seinem eigenen Körper ausgebremst. „Jeder Spieler auf der Tour hat seine Schwachstelle, meine ist die Gesundheit. Ich denke nicht, dass es eine Verletzung ist, die mich längerfristig ausbremsen wird“, gab sich der Sextner kämpferisch.

Beim Absprung zum Aufschlag kam der Schmerz im Knie hervor. © ANSA / MARTIN DIVISEK

2022 spielt Italiens bester Tennisspieler im Ranking der ATP Weltrangliste zwar gut, verliert kaum Partien, steht aber noch ohne Titel und Halbfinal-Einzug da. Das spielerische Level sei da, findet Sinner, verloren habe er immer gegen die besten Spieler der Welt. Bis zum Ende letzten Jahres ist er immer noch in die Höhe gewachsen, er wisse nicht, welche Auswirkungen der Wachstumsschub auf seinen Körper hat und ob er noch weiterwachsen würde. Sinner erklärt: „Ich muss erst herausfinden welche Richtung für meine körperliche Entwicklung die beste ist, ob ich Gewicht und Muskelmasse zulegen soll oder nicht. Natürlich will ich mich weiterentwickeln, wenn das bedeutet zwei, drei Turniere auszulassen und dafür die körperlichen Probleme zu beheben, mache ich das!“

Wie schlimm die Knieverletzung wirklich ist, konnte Sinner nicht beurteilen, dies sollen Untersuchungen in den kommenden Tagen feststellen. Auf die Frage, ob es besser sei, eine Pause einzulegen und wie es für ihn weitergehen soll, wusste Sinner keine klare Antwort: „Wir werden sehen“, sagte er.

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