
Jannik Sinner steht im Viertelfinale. © ANSA / CRISTOBAL HERRERA-ULASHKEVICH
Willensleistung katapultiert Sinner ins Miami-Viertelfinale
In den ersten zwei Runden des Masters-1000-Turniers von Miami fuhr Sinner im Schongang zum Erfolg. Einen deutlich schwierigen Arbeitstag hatte er am Dienstag im Achtelfinale gegen Alex Michelsen (ATP 40), der den Sextner gehörig ins Wanken brachte, jedoch nicht schlug.
24. März 2026
Von: leo
In Indian Wells war es der 19-jährige Joao Fonseca, in Miami nun der 21-jährige Alex Michelsen. Die Youngsters forderten Jannik Sinner in den letzten zwei Turnieren – jeweils im Achtelfinale – alles ab. Mit eisernem Willen, großer Nervenstärke und dem gewohnten Killerinstinkt ging der Weltranglistenzweite jedoch auch an diesem Abend als Sieger hervor. Nach 1.41 Stunden siegte er mit 7:5 und 7:6.
Bevor das Match begann, war bei den Protagonisten Geduld gefordert. Einerseits, weil sich die zuvor stattfindenden Matches in die Länge zogen. Andererseits, weil eine defekte LED-Wand den Spielbeginn verzögerte. Als schließlich Tennis gespielt werden konnte, boten Sinner und Michelsen ein hohes Spielniveau. Furchtlos drosch Michelsen auf den Ball. Denn er wusste: Nur wenn er aktiv spielt, hat er gegen den Südtiroler eine Chance. Lange hielt der US-Boy – nicht zuletzt dank seines Aufschlags – auf Augenhöhe mit, doch im entscheidenden Moment erhöhte Sinner seine Drehzahl in für Michelsen unerreichbare Sphären. Ließ er beim Stand von 4:4 noch drei Breakbälle liegen, so schnappte er im darauffolgenden Game zu. Das Ausservieren stellte danach kein Problem mehr dar.
Sinner serviert 15 Asse
In der Folge trat Sinner von der Grundlinie nicht so präzise wie in den ersten zwei Runden auf. Was er aber einmal mehr exzellent tat, war das Servieren bei heiklen Punktständen. Immer dann, wenn Michelsen an einer Chance schnupperte, war der Sinner-Aufschlag zur Stelle.Aus dem Nichts drohte die unheimliche Serie des 24-Jährigen (27 Sätze in Serie auf Masters-1000-Stufe) jedoch zu reißen. Der Grund: Ein entfesselter Michelsen, dem Mitte des zweiten Satzes alles gelang. Vom 3:5 ließ sich der Favorit aber nicht unterkriegen. Dank eines fantastischen Returnspiels und eines perfekt zu Ende gespielten Punktes holte er sich das Break zurück – es ging in den Tiebreak.
Dieser begann mit einem unglaublichen Defensivpunkt des Südtirolers, der den Strapazen infolgedessen aber Tribut zollte und mit 1:3 in Rückstand geriet. Das Nachlassen war aber nur von kurzer Dauer: Der Schützling von Darren Cahill und Simone Vagnozzi platzierte unmittelbar danach zwei Asse und einen Returnwinner, ehe er das Match mit einem weiteren krachenden Aufschlag abschloss. Sichtlich erleichtert blickte er anschließend Richtung Box, zumal er nach zwei Matches binnen 20 Stunden körperlich etwas angezählt wirkte.
Jetzt gegen Tiafoe
Nun hat Sinner einen Tag frei, um sich von diesem kräftezehrenden Match zu erholen. Im Viertelfinale trifft er am Donnerstag auf den US-Lokalmatador Frances Tiafoe (ATP 20), der sich in drei Sätzen gegen Terence Atmane (ATP 53) behauptete.Profil bearbeiten
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