
Serena Williams bei ihrem Comeback in Wimbledon. © APA/afp / HENRY NICHOLLS
Williams' Comeback mit 44: „Mehr als alles andere genossen“
Als Superstar Serena Williams nach ihrer Rückkehr aus dem Tennis-Ruhestand den Centre Court von Wimbledon verließ, lächelte sie. Das bemerkenswerte Comeback mit 44 Jahren, nach fast vier Jahren Pause und als Mutter zweier Töchter, ist denkwürdig.
01. Juli 2026
Von: sn/dpa
„Ich habe es auf jeden Fall genossen, habe es vermisst und diesen Moment mehr als alles andere genossen“, lautete Williams' Fazit, nachdem sie in drei Sätzen mit 3:6, 7:6 (8:6), 3:6 gegen die Australierin Maya Joint (20) verloren hatte. „Es war wirklich großartig, wieder in Wimbledon zu sein. Ich hätte nie gedacht, dass ich hier sein würde“, sagte sie.
Im Verlauf der Woche wird die 23-malige Grand-Slam-Turniersiegerin mit ihrer Schwester Venus Williams beim nächsten viel beachteten Auftritt im Doppel-Wettbewerb die Zuschauermassen faszinieren.
Aber wie geht es für sie im Einzel weiter? Wird Williams weiter spielen? Und auch die US Open Ende August in Aufruhr versetzen? Die übliche Pressekonferenz nach einem Match sagte Williams ab, sie ließ nur eine Stellungnahme über die Organisatoren übermitteln. Die Fragen nach ihrer Zukunft ließ Williams, die für viele als beste Tennisspielerin der Geschichte gilt, somit unbeantwortet.
Centre Court im Ausnahmezustand
Williams' Rückkehr löste einen Hype aus. Als am Dienstagabend das erste Einzel der Ausnahmesportlerin seit dem Drittrunden-Aus bei den US Open 2022 anstand, setzte der Jubel bereits ein, bevor sie auf den Platz kam. „Die Atmosphäre war unglaublich. Das Einlaufen war ein unglaubliches Erlebnis“, sagte Williams.Auch für Maya Joint war das Antreten gegen Serena Williams etwas Besonderes. © ANSA / TOLGA AKMEN
Als ihre Erstrundenpartie beim prestigeträchtigen Rasen-Grand-Slam-Turnier in zwei Sätzen zu enden drohte, stemmte sich Williams gegen die Niederlage und wehrte nervenstark einen Matchball ab. Dass die 24 Jahre jüngere Joint im entscheidenden dritten Satz ihre Fitnessvorteile ausspielen konnte, war angesichts des Altersunterschieds wenig überraschend. Als Joint 2006 geboren wurde, hatte Williams bereits sieben Grand-Slam-Titel gefeiert.„Ich habe in der letzten Nacht nicht viel geschlafen. Ich war bis 2.00 Uhr wach und habe darüber nachgedacht“, berichtete die Australierin. „Sie hat so eine Aura, sie ist so eine Legende. Ich weiß nicht, was gerade passiert ist.“. Gegen diese „Legende“ gewann sie erstmals ein Match in Wimbledon.
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