
Tennis-Superstar Jannik Sinner auf der Pressekonferenz. © ANSA / ETTORE FERRARI
„Wir waren zu lange still“: Sinner spricht Klartext
Jannik Sinner hat sich bei einer Pressekonferenz im Vorfeld des Masters-Turniers in Rom zu Wort gemeldet – und dabei über das derzeit brennendste Thema im Tenniszirkus gesprochen.
07. Mai 2026
Von: det
Jannik Sinner ist der große Superstar beim Masters-Turnier in Rom – und versetzt eine ganze Stadt in einen Ausnahmezustand. Der Weltranglistenerste wird in der Ewigen Stadt gefeiert wie ein Popstar, und das, bevor der Sextner überhaupt ein Match bestritten hat. Nun meldete sich Sinner bei einer Pressekonferenz im Foro Italico erstmals zu Wort.
Dabei wurde auch ausführlich über das zurzeit heißeste Thema im Tenniszirkus gesprochen: Die Preisgeld-Debatte bei den Grand-Slam-Turnieren. Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass zahlreiche Superstars wie Sinner, Aryna Sabalenka und Coco Gauff in einem Brief ihre „tiefe Enttäuschung“ über das Preisgeld bei den French Open zum Ausdruck gebracht haben. Trotz einer leichten Erhöhung argumentieren die Profis, dass ihr Anteil am Umsatz der Grand-Slam-Großereignisse zu gering sei.
Jannik Sinner wählte klare Worte. © ANSA / ETTORE FERRARI
„Wir befinden uns in einer Zeit, in der Männer und Frauen zusammenhalten“, sagte Sinner auf der Pressekonferenz. „Die wichtige Sache ist der Respekt, den uns die Grand Slams entgegenbringen – das Geld ist eine Konsequenz davon. Ohne uns gäbe es die Turniere schließlich nicht. Wir waren lange still, jetzt ist es richtig, über diese Themen zu sprechen.“
„Wir verlangen keine 50 Prozent mehr, aber vielleicht bekommen wir im Moment etwas zu wenig.“ Jannik Sinner
Zuletzt stand sogar ein Boykott einiger Profis im Raum. Sinner sagt: „Wir verlangen keine 50 Prozent mehr, aber vielleicht bekommen wir im Moment ein bisschen zu wenig. Ich verstehe, warum einige von Boykott sprechen. Die Top 10 der Frauen und Männer haben einen Brief geschrieben. Ich glaube, dass man in anderen Sportarten innerhalb von 48 Stunden eine Antwort bekommt, wenn solche Briefe verschickt werden. Wir sind enttäuscht über das Ergebnis bei Roland Garros“, so die deutlichen Worte von Sinner.
Wie fit ist Sinner?
Die Preisgelddebatte war natürlich nur ein Thema auf der Pressekonferenz. Ein anderes: Ist Sinner nach seinem intensiven Programm mit Monte Carlo und Madrid fit für Rom? „Physisch fühle ich mich gut. Ich habe drei Tage den Kopf abgeschaltet, jetzt bleiben mir zwei, um das Turnier vorzubereiten. Hier zu spielen, ist die richtige Entscheidung“, so Sinner, der am Samstag sein Auftaktmatch bestreiten wird.Profil bearbeiten
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