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Der Fall Peng Shuai hat weitreichende Folgen. © ANSA / FRANCIS MALASIG / STF

WTA-Chef: Turniere auch über 2022 hinaus infrage

WTA-Chef Steve Simon hält einen langfristigen Abschied der Frauen-Tennis-Tour aus China für möglich, sollte sich die Situation um Peng Shuai nicht aufklären.

Eine Absage der für in dem Land geplanten Veranstaltungen über das Jahr 2022 hinaus sei eine mögliche Konsequenz, sagte er am Mittwochabend (Ortszeit) nach Angaben der US-Nachrichtenagentur AP. Man sei hoffnungsvoll, „aber wir sind darauf vorbereitet, wenn es so weitergeht – was bis heute nicht produktiv war – dass wir in der Region nicht operieren“, sagte Simon demnach. „Das ist ein organisatorischer Versuch, der wirklich etwas anspricht, bei dem es darum geht, was richtig und falsch ist.“


In einer Mitteilung hatte der Chef der Dachorganisation der Frauen-Tour gesagt, dass die WTA wegen der unklaren Situation alle Turniere in China inklusive Hongkong mit sofortiger Wirkung aussetzen werde. Die frühere Nummer eins der Doppel-Weltrangliste hatte Anfang November in einem sozialen Netzwerk Vorwürfe wegen eines sexuellen Übergriffs durch einen chinesischen Spitzenpolitiker veröffentlicht. Ihr Post wurde bald danach gelöscht. Seither äußerten Sportler, Politiker und Menschenrechtler Sorge um das Wohlergehen der Tennisspielerin. Die WTA vermutet, sie wird unter Druck gesetzt und kann sich nicht frei bewegen.

China kann noch einlenken
Simon betonte nach Angaben der AP erneut die Forderung der WTA: „Wir wollen definitiv selbst mit Peng sprechen und sicher sein können, dass sie wirklich in Sicherheit und frei ist und nicht zensiert wurde, bedroht oder irgendetwas der Art“, sagte Simon. Dieser Ansatz und die Forderung an die Behörden sei beständig und werde sich nicht ändern.

Simon betonte zudem, dass bislang keines der Turniere in China abgesagt worden sei und sie wie geplant gespielt werden könnten, sollte die Regierung Chinas die Forderungen der WTA erfüllen. „Wir haben noch nichts abgesagt, aber wir sind darauf vorbereitet, an diesen Punkt zu kommen“, sagte Simon. Man werde dann auch darüber diskutieren, ob das nur für 2022 gelte oder für die Zukunft. „Das sind alles Fragen, die kommen werden.“

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