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Novak Djokovic sorgt für Empörung. © AFP / OSCAR DEL POZO

Kritik gegen Djokovic: „Er verdient leere Ränge“

Die Australian-Open-Ausnahmeregel für Tennis-Topstar Novak Djokovic löst neue Debatten aus. Wohl ohne die eigentlich vorgeschriebene Impfung gegen das Coronavirus wird der serbische Weltranglisten-Erste in Melbourne den Grand-Slam-Rekord angreifen. Die Reaktionen der Fans sind heftig.

„Allen ein frohes neues Jahr“, schrieb der 34-Jährige knapp zwei Wochen vor dem Turnierstart: „Ich habe in der Pause eine fantastische Zeit mit meinen Lieben verbracht und heute reise ich mit einer Ausnahmegenehmigung nach Down Under. Let's go 2022!!“ Die Erlaubnis hat er einer Mitteilung des australischen Tennisverbands zufolge von unabhängigen Experten erhalten.


Monatelanges Rätselraten um die Teilnahme des Titelverteidigers an dem am 17. Januar beginnenden Grand-Slam-Turnier ist damit beendet. Und Djokovic eckt mal wieder an und polarisiert, so wie es schon so oft war. Die Vorschriften sehen vor, dass nur Spielerinnen und Spieler, die gegen das Coronavirus geimpft sind oder eben unter eine medizinische Ausnahme fallen, in Australien antreten dürfen.



Seinen Impfstatus hatte Djokovic immer wieder offen gelassen und zur Privatsache erklärt. Nun lüftete er das Geheimnis zwar nicht mit einer klaren Aussage, indirekt aber schon. Die Ausnahmeregel legt nahe, dass er nicht geimpft ist. Was dahinter steckt, ist nicht bekannt. Das feuert Diskussionen an und wirft weitere Fragen auf: Was kann eine Nummer eins der Tennis-Welt haben, um als medizinische Ausnahme zu gelten? Warum lässt sich Djokovic nicht impfen? Wie werden seine Konkurrenten die Entscheidung aufnehmen?
„Tja, es reicht eben Millionär zu sein. Dann folgst du nicht den Gesetzen, sondern die Gesetze dir.“ Ein User auf Twitter

Die Entscheidung, dass die Nummer eins der Welt eine Ausnahmeregelung bekommt, löste in den sozialen Netzwerken eine Welle der Empörung aus. „Der Impf-Skeptiker täuscht sich gewaltig, wenn er meint, er könne jetzt nach Australien fliegen und werde dort von den Fans mit offenen Armen empfangen“, schreibt ein australischer User. Ein anderer meint: „Melbourne hat sechs Lockdowns durchmachen müssen. Alles, was Djokovic jetzt verdient, sind leere Ränge.“

Das Unverständnis ist auch im europäischen Raum groß. „Das ist ein Schlag ins Gesicht für alle, die sich an die Regeln halten, sich impfen lassen, Kontakte einschränken und an ihre Mitmenschen denken“, kommentiert ein Nutzer auf Twitter. Ein anderer meint: „Tja, es reicht eben Millionär zu sein. Dann folgst du nicht den Gesetzen, sondern die Gesetze dir.“

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