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Sorgen um Alexander Zverev. © APA/afp / CARMEN JASPERSEN

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Sorgen um Alexander Zverev. © APA/afp / CARMEN JASPERSEN

Zuckerwerte, Rücken, Hitze: Sorgen um Zverev vor Wimbledon

Nach seinem French-Open-Triumph schied Alexander Zverev beim Rasenturnier in Halle im Halbfinale aus. Während der Partie musste er sich behandeln lassen – zunächst war nicht klar, warum.

Mit hängenden Schultern und Sorgen um seine Zuckerwerte verließ Alexander Zverev eine gute Woche vor dem Start in Wimbledon den Centre Court von Halle. Erneut hatte der French-Open-Sieger gesundheitliche Schwierigkeiten und war nach einer zweieinhalbstündigen Hitzeschlacht fix und fertig.


Doch nur eine Stunde nach dem knapp verlorenen Halbfinale gegen seinen US-Angstgegner Taylor Fritz wirkte er vor dem Spielerhotel schon wieder zuversichtlich und dachte an den anstehenden Rasen-Klassiker in London. „Ich habe gekämpft und alles gegeben“, betonte Zverev nach dem 7:6 (7:4), 4:6, 5:7 und erklärte seine Philosophie des ewigen Einzelkämpfers: „Im Tennis braucht man ein kurzes Gedächtnis, weil das nächste Turnier immer schon nächste Woche ist – und jetzt ist das Wimbledon.“

Sensor zeigt falschen Zuckerwert an

Zverev ist Typ-1-Diabetiker und trägt einen Sensor, der kontinuierlich seinen Blutzucker misst. Am Samstag fuhren seine Werte Achterbahn. „Vor dem Match hat der Sensor fälschlicherweise extrem hohen Zucker angezeigt, so dass ich viel zu viel Insulin gespritzt habe“, berichtete der 29-Jährige.

Anfang Juni gewann Alexander Zverev die French Open in Paris. © ANSA / YOAN VALAT

Anfang Juni gewann Alexander Zverev die French Open in Paris. © ANSA / YOAN VALAT

„In den ersten 45 Minuten des Matches musste ich deshalb knapp 350 Gramm Zucker zu mir nehmen, weil ich sonst unterzuckert gewesen wäre.“ Er habe „ein Glukose-Gel nach dem anderen getrunken, so dass ich am Ende auf mehr als 300 Gramm Zucker kam. Das ist, als ob man während eines Matches dreieinhalb Liter Cola trinkt – ich habe mich scheußlich gefühlt.“

Auch im zehnten Anlauf kein Titel in Halle

Nach seinem French-Open-Triumph in Paris fiel die Vorbereitung auf Wimbledon nicht gerade optimal aus: eine schwierige Umstellung vom Sandplatz aufs Rasentennis, Blutzucker- und Rückenprobleme im Halbfinale und die siebte Niederlage nacheinander gegen Fritz. Zverev konnte so den Titel in Westfalen auch im zehnten Anlauf nicht gewinnen.

Trotzdem macht sich Zverev jetzt keine Sorgen um Wimbledon. Seit neun Jahren habe er den Sensor, aber solch falsche Werte habe der noch nie angezeigt. Zverev fokussiert sich ab sofort auf die positiven Signale seiner Woche in Halle: „Ich finde, dass ich mich auf Rasen gut gefunden habe – das kann ich hoffentlich auch in Wimbledon zeigen.“

Schlagwörter: Tennis Halle Alexander Zverev

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