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Paire macht sich nicht die Mühe, die Trinkflasche aufzuheben und befördert sie stattdessen mit dem Schläger ins Aus: Nur eine der Eskapaden des Franzosen. © APA/afp / CLIVE BRUNSKILL

Zum Schämen: Sinners Gegner macht sich zur Lachnummer

Jannik Sinner hat am Montagabend Benoit Paire mit 6:2, 6:1 vom Platz geschossen. Am Ende des Tages wurde aber nicht nur über die starke Vorstellung des Sextners gesprochen, sondern auch über den skandalösen Auftritt des Franzosen.

Benoit Paire ist im Tennis-Zirkus nicht unbedingt als Gentleman bekannt. Bereits in Vergangenheit ist der Franzose, der im Weltranking an Position 24 geführt wird, immer wieder unangenehm aufgefallen. Auch sein Turnier in Rom stand von Anfang an unter keinem guten Stern: Weil Paire aufgrund eines positiven Coronatests zuletzt 2 Wochen lang in Quarantäne war und nicht richtig trainieren konnte, hatte er angefragt, sein Erstrundenmatch in Rom am Dienstag bestreiten zu können, damit er einen Trainingstag mehr hat. Dieser Wunsch wurde ihm nicht gewährt, weshalb er auf den sozialen Medien zum Rundumschlag ausgeholt hat (SportNews berichtete).

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Auf dem Platz selbst gab Paire ein mehr als nur unrühmliches Bild von sich selbst ab. Er war von Beginn an aufgewühlt und als Jannik Sinner ihm die Bälle nur so um die Ohren haute, mischte sich zur Nervosität auch noch jede Menge Frust dazu. Paire fluchte, stritt mit dem Schiedsrichter, schoss die Bälle wild durch die Gegend, warf seinen Schläger meterhoch in die Luft und ließ die Trinkflasche nach einer Pause absichtlich im Feld liegen, um sie danach mit dem Schläger ins Aus zu befördern.



Im zweiten Satz wurde er auch noch richtig unsportlich: Zuerst machte er einen Aufschlag von unten (was zwar nicht verboten ist, aber keinesfalls als Gentleman-Geste gilt), dann schlug er auf, bevor Sinner bereit war. Dass das nicht gültig ist, wollte er im anschließenden Wortgefecht mit dem Referee nicht einsehen. Als Sinner das entscheidende Game für den Sieg spielte, schmetterte Paire die Bälle lustlos und mit voller Wucht ins Netz.

Die Krönung folgte dann auf der Pressekonferenz, als der Franzose voller Sarkasmus sagte: „Es war ein gutes Training, ich bin froh, eine Stunde und 4 Minuten trainiert zu haben.“ Jannik Sinner ließ sich von den Provokationen jedenfalls nicht aus der Ruhe bringen und zog sein Ding im Stile eines Profis durch. „Es war nicht einfach heute, ich habe aber versucht, mich bei dem ganzen Casino auf mein Spiel zu konzentrieren.“ Schon allein an solchen Aussagen sieht man, dass Sinner mit seinen 19 Jahren schon reifer ist als manch anderer.

Autor: det

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