
Alexander Zverev äußert sich über die Master-Turniere. © APA / MINAS PANAGIOTAKIS
Zverev: Heftige Kritik an Masters-Format
Nach den Absagen von Topstars wie Novak Djokovic oder Jannik Sinner für das Masters-Turnier in Montreal äußerte Alexander Zverev deutliche Kritik.
03. August 2026
Von: florian.barth
Zverev sieht die Absagen mancher Favoriten nicht als Zufall, sondern als direktes Ergebnis eines Systems mit zu wenigen Erholungsphasen. Der deutsche Tennisstar kritisierte klar die Länge der Turniere; die Masters dauern inzwischen bis zu 13 Tagen.
Für Zverev ist das „fast schon ein zweiter Grand Slam“, völlig unvereinbar mit dem restlichen Kalender. Zwischen Grand Slams und Masters gebe es laut Zverev kaum Pausen, und die Spieler seien ständig unterwegs, was zu Verletzungen und Ausfällen führe.
Alexander Zverev als Hauptfavorit für das kommende Master-Turnier. © ANSA / TOLGA AKMEN
Zudem hält der 29-Jährige die finanziellen Anreize für wirkungslos. Spielt ein Tennis-Profi alle neun Masters-Turniere in einem Jahr, darf er sich über einen Bonus freuen. Als Beispiel sprach Zverev von Novak Djokovic: „Glaubst du, Novak interessiert ein Bonus? Der Mann hat über 400 Millionen.“
Seine Lösung wäre es, die Masters wieder auf eine Woche zu verkürzen. Das würde die Belastung senken und die Teilnahme der Topspieler sichern. Wenn die größten Stars fehlen, verliert das Masters an Glanz, Spannung und Bedeutung. Zverev sieht darin ein Warnsignal, das die ATP nicht länger ignorieren könne.
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