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Alexander Zverev ist ins Halbfinale der US Open eingezogen. © ANSA / BRIAN HIRSCHFELD

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Alexander Zverev ist ins Halbfinale der US Open eingezogen. © ANSA / BRIAN HIRSCHFELD

Zverev spaziert ins Halbfinale – und ist verärgert

Souverän auf Titelkurs, einen Rekord von Boris Becker geknackt – an einem fast perfekten Abend bei den US Open verhagelte Alexander Zverev nur ein Thema seine Laune.

Anstatt zum sechsten Mal in Serie unter Flutlicht aufschlagen zu dürfen, muss der French-Open-Sieger sein Halbfinale gegen den Russen Karen Khachanov (ATP 50) am Freitag schon nachmittags um 15.00 Uhr (21.00 Uhr MESZ) ran.


„Das spielt mir mit Sicherheit nicht in die Karten“, sagte Zverev nach dem souveränen 6:2, 7:5, 6:1 im Viertelfinale über den Niederländer Botic van de Zandschulp säuerlich. „Ich finde es etwas komisch, dass Leute, die zwei Tage freihaben, jetzt nach uns spielen. Das habe ich in meinen zwölf Jahren auf Tour noch nie erlebt.“ Im zweiten Halbfinale treffen die beiden US-Stars Frances Tiafoe und Ben Shelton in der Nightsession um 19.00 Uhr aufeinander.

Zverev schafft Novum in herausragender Saison

Für das angestrebte Endspiel, das am Sonntag um 14.00 Uhr steigt, müsste sich Zverev aber ohnehin aus dem lieb gewonnenen Rhythmus mit Schlaf von weit nach Mitternacht bis mittags verabschieden. Gegen Außenseiter van de Zandschulp verwandelte er den Matchball nach 2:17 Stunden Spielzeit schon um 22.20 Uhr – so früh wie dieses Jahr noch nie in New York.

Botic van de Zandschulp (links) hatte keine Chance. © APA/afp / CHARLY TRIBALLEAU

Botic van de Zandschulp (links) hatte keine Chance. © APA/afp / CHARLY TRIBALLEAU


„Ich bin froh, im Halbfinale zu sein, aber natürlich will ich noch weiterkommen“, sagte er. Mit dem Sprung unter die besten Vier schaffte er bereits eine ganz besondere Leistung: Zum ersten Mal in seiner Karriere hat er in allen vier Grand-Slam-Turnieren eines Jahres mindestens das Halbfinale erreicht. „Was eine Statistik“, lobte Boris Becker als TV-Experte bei sporteurope.tv.

Zverev: Will Becker bei Grand-Slam-Titeln näherrücken

Für Zverev war es der 23. Sieg dieser Saison bei einem Grand-Slam-Turnier – damit verbesserte er auch noch den bisherigen deutschen Rekord von Becker (22) aus dem Jahr 1989. „Der hat noch ein paar Grand-Slam-Titel mehr als ich. Ich hoffe, da kann ich ihm noch etwas näherrücken“, sagte Zverev zum Vergleich mit dem sechsmaligen Grand-Slam-Titelgewinner.

Jetzt will Zverev noch mehr. © ANSA / CRISTOBAL HERRERA-ULASHKEVICH

Jetzt will Zverev noch mehr. © ANSA / CRISTOBAL HERRERA-ULASHKEVICH


Die Chance auf seinen eigenen zweiten Triumph bei einem der vier größten Turniere ist nun immens. Auch gegen Khachanov ist Zverev der große Favorit. Auf dem Weg zum Olympiagold 2021 in Tokio hatte er den Russen im Finale glatt geschlagen und besitzt eine positive Bilanz von 6:3 gegen ihn. „Wir kennen uns seit fast 20 Jahren“, sagte Zverev. „Ich habe größten Respekt vor ihm. Ich hoffe, es wird am Freitag ein großartiger Kampf.“

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