
Jannik Sinner steht im Finale von Miami. © ATP Tour
Zverev spielt groß auf, doch wieder ist Sinner der Sieger
Was für eine unglaubliche Leistung von Jannik Sinner: Gegen einen groß aufspielenden Alexander Zverev musste der 24-Jährige im Halbfinale des Masters-1000-Turniers von Miami seine ganze Klasse aufbieten, um die Chance auf das sogenannte Sunshine Double zu wahren.
28. März 2026
Von: leo
Jannik Sinner hatte die letzten sechs Duelle gegen Zverev allesamt gewonnen, erst vor zwei Wochen hatte der Deutsche bei der 2:6, 4:6-Niederlage Indian Wells nicht den Hauch einer Chance gehabt. Diese Negativserie schob der Weltranglistenvierte jedoch beiseite. Mit unbändigem Siegeswillen stellte er den Südtiroler am Freitag vor große Probleme. Dieser antwortete jedoch mit einer ungemein konzentrierten Leistung, die ihm schlussendlich den 6:3, 7:6-Sieg bescherte.
Im Gegensatz zum Indian-Wells-Duell startete Zverev äußerst druckvoll – und das auf beiden Schlagseiten. In unnachahmlicher Manier schaffte es Sinner aber, das horrende Tempo des Deutschen zu absorbieren und bärenstark zu kontern. So gelang es dem 24-Jährigen, eine Breakchance abzuwehren, ehe er beim Stand von 1:2 seinem Gegner den Aufschlag abnahm. Verantwortlich dafür war eine krachende Vorhand, gegen die Zverev nichts einzuwenden hatte. Das Match spielte sich auch infolgedessen auf höchstem Niveau ab. Immer wieder knabberte der Hamburger an einem Break, ein ums andere Mal haderte er jedoch mit dem Sinner-Aufschlag, der auch an diesem Abend hervorragend funktionierte. Und so entschied der Südtiroler den ersten Satz mit 6:3 für sich, obwohl sein Kontrahent von der Grundlinie mindestens ebenbürtig war.
Sinner ist nicht von dieser Welt
Vor der brasilianischen Fußball-Ikone Ronaldo ging das zähe Ringen auch im zweiten Abschnitt weiter. Zverev setzte den Sextner mit aggressivem Tennis kontinuierlich unter Druck, schlug aus seinen Chancen jedoch kein Kapital. Immerhin schaffte er es, eine Breakmöglichkeit beim Stand von 2:2 abzuwehren, weil Sinner eine routinemäßige Vorhand ins Netz setzte. Das Spiel blieb auf Messers Schneide, jedem Punkt kam eine große Bedeutung zu. Wie beim Stand von 3:4 aus Sinners Sicht, als der Favorit zwei Passierbälle nicht ins Ziel brachte. Bei der darauffolgenden Breakchance blieb er jedoch eiskalt. Es blieb spannend, denn wenig später zog sich auch Zverev mit zwei abgewehrten Möglichkeiten aufs vorentscheidende Break aus dem Sumpf.Der Tiebreak war die logische Folge. In diesem schlug der Sextner zwar exzellent auf, von der Grundlinie unterliefen aber ungewohnte Fehler, die ein frühes Minibreak verhinderten. Beim Stand von 4:4 war es aber so weit, als Zverev einen einfachen Smash ins Netz schlug. Mit unglaublicher Konsequenz ließ sich Sinner diesen Vorsprung nicht mehr nehmen. Nach knapp zwei Stunden verwertete er seinen ersten Matchball – einmal mehr durch einen krachenden Aufschlag.
Im Finale am Sonntag bekommt es der Schützling von Darren Cahill und Simone Vagnozzi nun mit Jiri Lehecka (ATP 22) zu tun, der im anderen Halbfinale Arthur Fils (ATP 31) beim 6:2, 6:2-Sieg keine Chance ließ. Im direkten Vergleich gegen den Tschechen führt der Südtiroler mit 3:0.
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