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Arthur Fery begeistert Wimbledon. © APA/afp / HENRY NICHOLLS

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Arthur Fery begeistert Wimbledon. © APA/afp / HENRY NICHOLLS

Zverevs Gegner: Das Tennis-Märchen des Wimbledon-Schülers

Prinzessin Kate schaute ihm in der zweiten Wimbledon-Runde auf einem Außenplatz zu, Königin Camilla begrüßte ihn nach seinem Viertelfinal-Erfolg. Arthur Fery ist in Wimbledon der Stolz der Briten.

Die Schlagzeilen über den Wildcard-Teilnehmer, Sensations-Halbfinalisten und kommenden Gegner von Alexander Zverev schreiben sich mit dem Wortspiel für sein Tennis-Märchen fast allein: „Fery-tale“ statt Fairytale (Märchen).


„Ich habe ihr gesagt, was für eine Ehre es für mich war, vor ihr zu spielen. Sie sagte nur: “Herzlichen Glückwunsch, mach weiter so„“, schilderte der britische Tennis-Außenseiter seine Begegnung mit der Königin. „Ich habe ihr erzählt, dass ich am Sonntag Geburtstag habe und es daher toll wäre zu spielen.“ Am Männer-Finaltag beim Rasenklassiker in London wird Fery 24 Jahre alt.

Arthur Fery schreibt sein Märchen. © APA/afp / HENRY NICHOLLS

Arthur Fery schreibt sein Märchen. © APA/afp / HENRY NICHOLLS


Dank einer Wildcard nimmt der 23-Jährige am Turnier teil. Er musste sich nicht sportlich qualifizieren, sondern bekam praktisch eine Einladung – und schreibt eine ganz außergewöhnliche Geschichte. Als erster Wildcard-Spieler seit 25 Jahren und damit seit dem Kroaten Goran Ivanisevic, der sich damals sogar den Turniersieg holte, steht er im Halbfinale.

Zur Schule in Wimbledon

Im französischen Sèvres vor den Toren von Paris wurde Fery geboren, nur wenige Minuten vom All England Club im Südwesten Londons wuchs er auf. Seine ehemalige Schule ist nur rund eineinhalb Kilometer entfernt. „Es ist jetzt natürlich unwirklich, hier zu spielen“, sagte er selbst.
Tennis und Sport wurden ihm praktisch in die Wiege gelegt. Seine Mutter Olivia Fery war selbst Tennisspielerin, sein Vater Loic Fery, französischer Geschäftsmann, ist Präsident des französischen Fußball-Erstligisten FC Lorient.

Ferry trifft nun auf Alexander Zverev (im Bild). © ANSA / NEIL HALL

Ferry trifft nun auf Alexander Zverev (im Bild). © ANSA / NEIL HALL


Als Teenager besuchte Fery ab und zu Wimbledon-Matches, gern von Roger Federer. Die Schweizer Tennis-Legende sah ihm nun zu, wie er ins Viertelfinale einzog. Dort behauptete sich der frühere College-Spieler von Stanford gegen den italienischen French-Open-Finalisten Flavio Cobolli in drei Sätzen.

Vor Wimbledon kam er noch nie bei einem Grand-Slam-Turnier weiter als bis in Runde zwei. Seine begeisternden Wimbledon-Auftritte werden ihn nun in der Rangliste von Platz 114 weit nach oben in die Top 40 katapultieren.

Zverev sei „wieder eine Stufe höher“ als kommender Gegner, sagte Fery. „Ich bin bereit dafür.“ Das britische Publikum wird er auf seiner Seite haben.

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