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Maxi Figl kämpfte sich dank seiner Nervenstärke weiter. © Plopp

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Maxi Figl kämpfte sich dank seiner Nervenstärke weiter. © Plopp

Zwei Südtiroler greifen in Gröden nach dem Halbfinale

Zwei Südtiroler, zwei Viertelfinaltickets: Manuel Plunger und Maxi Figl haben beim Raiffeisen ITF M15 Val Gardena Südtirol die nächste Hürde genommen. Während der Partschinser mit zehn Spielgewinnen in Folge das Ruder herumriss, bewies der Rungger in zwei Tiebreaks Nervenstärke.

Christoph Niederkofler

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Christoph Niederkofler

Das war ein Tag nach dem Geschmack der heimischen Tennisfans: Mit Manuel Plunger und Maxi Figl schafften beide verbliebenen Südtiroler den Sprung unter die letzten acht. Am Donnerstag geht es für das Duo um einen Platz im Halbfinale. Für Figl wäre es eine Premiere. Die Spiele der beiden Südtiroler finden gleichzeitig im zweiten Spiel nach 12 Uhr statt.


Der 22-Jährige vom TC Rungg setzte sich gegen den US-Amerikaner Alex Kobelt mit 7:6 (3), 7:6 (6) durch. Ein hartes Stück Arbeit: Der 29-jährige Qualifikant gab auch in seinem vierten Auftritt in Wolkenstein kein einziges Aufschlagspiel ab. Zum Sieg reichte ihm diese makellose Bilanz dennoch nicht. In beiden Tiebreaks hatte Figl die besseren Nerven.

Figl: „Ein wenig Glück war auch dabei“

„Der erste Satz war umkämpft, es gab wenige Breakbälle. Ich musste zwei Satzbälle abwehren“, schilderte der Südtiroler. Im zweiten Durchgang sah er sich dann im Vorteil: „Da war ich der bessere Spieler und hatte viele Breakchancen. Aber mein Gegner hat gerade in den wichtigen Momenten unglaublich aufgeschlagen.“ Am Ende durfte Figl durchatmen. „Ich bin sehr zufrieden. Ein wenig Glück war auch dabei“, sagte er und räumte ein, zum Schluss durchaus gezittert zu haben.

Figl nimmt den nächsten Anlauf

Zum fünften Mal steht Figl damit in einem Viertelfinale auf der ITF-Tour. Der erstmalige Einzug ins Halbfinale soll gegen Lorenzo Bocchi gelingen. Der an Nummer zwei gesetzte Italiener ist 28 Jahre alt und als Nummer 613 der Weltrangliste deutlich vor dem Südtiroler auf Position 1053 eingestuft. Figl geht dennoch mit breiter Brust in die Begegnung. „Ich kenne Bocchi. Unser Niveau ist sehr ähnlich. Er spielt auf jedem Belag gut, deshalb wird es ein schwieriges Match. Aber nach meiner heutigen Leistung kann ich sehr selbstbewusst hineingehen.“

Plunger dreht nach Fehlstart auf

Einen ganz anderen Weg ins Viertelfinale nahm Manuel Plunger. Der 24-jährige Partschinser, aktuell die Nummer 737 der Welt, lag gegen den 18-jährigen Wildcard-Spieler Daniel Aleksandar Amarandei zunächst mit 2:6 zurück. Beim Stand von 2:2 im zweiten Satz kippte die Partie vollständig: Plunger gewann zehn Spiele hintereinander und zog mit 2:6, 6:2, 6:0 in die nächste Runde ein.

Manuel Plunger steht im Viertelfinale. © Plopp

Manuel Plunger steht im Viertelfinale. © Plopp


„Ich hatte mit mir selbst zu kämpfen und bin ziemlich energielos ins Match gegangen“, erklärte Plunger. Die Wende kam nach einem Moment des Ärgers: „Bei einem Smash ist mein Schläger kaputtgegangen, dann habe ich ihn zertrümmert. Danach ist es besser gegangen.“
Anschließend fand der Partschinser auch innerlich die richtige Einstellung. Er habe aufgehört, sich künstlich aufputschen zu wollen, und sich stärker auf sich selbst konzentriert. Das Heimturnier bedeutet ihm viel: „Daheim zu spielen ist immer schön. Auch wenn ich normalerweise lieber im Warmen spiele.“

Knapp ein Jahr nach seinem Turniersieg beim M25 in Manzanillo wartet nun Wojciech Marek. Der 25-jährige Pole sorgte im Achtelfinale für eine Überraschung und warf den topgesetzten Italiener Federico Arnaboldi mit 6:4, 3:6, 6:0 aus dem Bewerb.

Figl auch im Doppel weiter

Auch im Doppel bleibt Figl im Rennen. Gemeinsam mit Amarandei gewann er im letzten Spiel des Abends gegen die Deutschen Dominik Matic und Noah Thurner mit 6:3 und 6:4. Im Halbfinale trifft das Duo auf die topgesetzten Italiener Jacopo Bilardo und Lorenzo Rotoli.

Diese hatten zuvor die Brüder Pietro und Manfred Fellin knapp mit 6:7, 6:2, 10:7 bezwungen. Ebenfalls im Match-Tiebreak endete der Auftritt des Bozners Daniel Lechner und seines Partners Matteo Trombini: Sie mussten sich im Entscheidungsdurchgang mit 5:10 geschlagen geben.

Die Viertelfinalpartien im Einzel: Wojciech Marek – Manuel Plunger; Giovanni Oradini – Andrea Colombo; Jake Fellows – Simone Massellani; Maxi Figl – Lorenzo Bocchi.

Schlagwörter: Tennis ITF Gröden

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