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Paola Egonu gewann mit Italien die Bronzemedaille bei den Weltmeisterschaften. © ANSA / TATYANA ZENKOVICH

Egonu: „Sie fragten mich, ob ich Italienerin sei“

Am Samstag gewannen die Azzurre die Bronzemedaille bei den Volleyball-Weltmeisterschaften. Doch nun äußert sich eine der Stars im Team der italienischen Nationalmannschaft mit bedenklichen Vorwürfen.

Nach dem geschlagenen Matchball zum Gewinn der Bronzemedaille im Spiel gegen die Amerikanerinnen brach Jubel in den Reihen der Azzurre aus – nur bei einer nicht. Paola Egonu weinte sich am Spielfeldrand die Tränen aus den Augen. „Sie können es nicht verstehen, sie können es nicht verstehen. Sie fragten mich, ob ich Italiener sei...“ Diese Worte wurden auf einem Video eines Zuschauers festgehalten.


Die 23-jährige Volleyball-Spielerin hat seit ihren Aufstieg in das Rampenlicht mit Rassismus und Kritik zu kämpfen, nun hat sie genug: „Ich verlasse die Nationalmannschaft, ich hoffe, dass ich es mir noch einmal überlege“, gab Egonu gegenüber dem Fernsehen wieder. Grund für diese drastischen Aussagen sind Kommentare aus dem eigenen Land: „Es gibt Leute, die mich gefragt haben, ob ich Italienerin bin... Da frage ich mich, warum ich solche Leute in der Nationalmannschaft vertreten muss.“

Egonu zählt zu den besten Spielerinnen Italiens. © ANSA / ANDREJ CUKIC / STF


Wenig später rudert die Azzurra dann doch etwas zurück: „Es ist immer eine Ehre, das Trikot der Azzurre zu tragen, aber ich würde gerne einen Sommer Pause machen, um mich als Person auszuruhen.“ Die 23-Jährige will ihre Mannschafts-Kolleginnen nicht im Stich lassen. Doch rassistische Angriffe nach Niederlagen bereiten ihr mentale Probleme, von denen sie jetzt eine Auszeit braucht. „Wir werden im Januar darüber sprechen.“
„Ich bin verletzt, ich mache eine Pause. Aber es ist kein Abschied.“ Paola Egonu

Paola Egonu ist eine der besten Athletinnen Italiens und Fans müssen hoffen, dass sie in der Nationalmannschaft und bei kommenden Großereignissen wieder dabei sein wird. Die Entscheidung der 23-Jährigen bleibt also abzuwarten. Eine Absage würde die Nationalmannschaft nur schwer verkraften können.

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