
Simone Giannelli (rechts) ist mit Italien sensationell gescheitert. © FIPAV
EM-Blamage: Italien fliegt sensationell raus
Sensation bei der Volleyball-Europameisterschaft: Weltmeister Italien ist bereits im Viertelfinale krachend gescheitert. Der Bozner Aufspieler Simone Giannelli und seine Kollegen sind am Boden zerstört.
24. September 2026

Von:
Thomas Debelyak
Ausgerechnet bei der Heim-Europameisterschaft sind Italiens Volleyballer in ein Debakel geschlittert. Am Mittwochabend mussten sich Simone Giannelli & Co. im Viertelfinale von Turin völlig überraschend Finnland geschlagen geben. In einem Fünf-Satz-Thriller wurden die Azzurri mit 2:3 (25:21, 26:28, 16:25, 25:20, 13:15) aus dem Bewerb geworfen – und müssen die Titelträume begraben.
Sechs Partien, sechs Siege: Italien war bei dieser EM bislang so souverän unterwegs gewesen. Die Azzurri galten als ein heißer Kandidaten auf die Goldmedaille, für nicht wenige waren sie sogar der große Favorit. Dieser Titel wäre in Mailand vergeben worden, doch daraus wird nichts. Italien hat gegen den krassen Außenseiter aus Finnland eine krachende Niederlage kassiert. Während die Skandinavier nach Spielende ihr Glück kaum fassen konnten und am Freitag gegen Frankreich um das Finale spielen, waren Giannelli & Co. am Boden zerstört.
„Auch in diesen Momenten muss man sportlich bleiben.“ Simone Giannelli
„Es ist grausam“, sagte Giannelli nach der Niederlage ins Rai-Mikrofon. „Wir waren heute nicht auf der Höhe, wir haben zu lange gebraucht, um zu reagieren. Den dritten Satz haben wir verloren, ohne überhaupt richtig zu spielen. Aber so ist nun mal der Sport. Auch in diesen Momenten muss man sportlich bleiben und die Niederlage akzeptieren.“
Für die Azzurri ist das EM-Abenteuer zu Ende.
Gegen die befreit aufspielenden Finnen bot Italien von Beginn an keine berauschende Vorstellung, und so wuchs beim Außenseiter mit jedem Punkt der Glaube daran, das Wunder zu schaffen. Beispiel gefällig? Im alles entscheidenden fünften Satz (hier wird bis 15 und nicht bis 25 gespielt) lag Italien zwischenzeitlich mit 5:2 und 8:5 in Führung, doch die Finnen hielten sich stets hartnäckig im Spiel – und haben den großen Favoriten schließlich zu Fall gebracht. Das sorgte selbst bei Fußballtrainer Antonio Conte, der im Publikum saß, für Staunen.
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