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Paola Egonu spricht offen über den Fahnenträger-Traum. © Paola Egonu

Ist sie Italiens Fahnenträgerin in Tokio?

Paola Egonu hat in der abgelaufenen Saison alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Jetzt winkt der besten Volleyballspielerin der Welt eine große Ehre: Sie gehört dem Kreis der italienischen Athleten an, die als Fahnenträger bei den Olympischen Spielen in Frage kommen.

Sie ist als Tochter nigerianischer Einwanderer in Cittadella geboren, mit gerade Mal 22 Jahren in Italien und weit darüber hinaus ein Superstar, knapp 1.90 Meter groß und womöglich Italiens Fahnenträgerin bei den Olympischen Spielen in Tokio: Paola Egonu. Die Mitspielerin von Raphaela Folie bei Champions-League-Sieger Conegliano ist keine Frau der vielen Worten. In einem Interview mit dem Corriere della Sera gibt sich die Diagonalangreiferin aber so privat wie nie.


„Ich sehe wie ein Panther aus, bin stattdessen aber ein 22-jähriges Mädchen, das echte Menschen an ihrer Seite haben will“, betont Egonu, die ab und zu Momente der Schwäche habe und dann den Drang verspüre, „den ganzen Tag im Bett zu bleiben und nichts zu tun.“ Sie habe als kleines Kind Krankenschwester werden wollen, ihre beeindruckenden körperlichen Fähigkeiten von ihrem Vater geerbt, ein Millionenangebot aus der Türkei ausgeschlagen, weil sie für eine Auslandserfahrung nicht bereit sei und könne sowohl Frauen als auch Männer lieben.

Egonu oder doch Paltrinieri?
Im Interview spricht die Italienerin, die aus knapp dreieinhalb Metern Höhe den Volleyball ins gegnerische Feld schmettert, aber vor allem über die Rolle der Fahnenträgerin. „Das wäre fantastisch, eine extrem große Ehre“, meint Egonu und scherzt: „Dann könnte ich auch gleich sterben.“ Sie würde diese Verantwortung gerne auf ihre Schultern nehmen: „Ich, schwarz, italienisch und die Flagge. Ignoranz braucht einen klaren Schnitt. Ich bin bereit. Lasst uns diese Revolution schaffen“, betont 22-Jährige, deren größter Konkurrent wohl der Weltklasse-Schwimmer Gregorio Paltrinieri ist.

Die Fechterin Elisa Di Francisca und der Radstar Elia Viviani rechnen sich ebenfalls gute Chancen aus. Tania Cagnotto hegte auch den Traum, Fahnenträgerin in Tokio zu sein, allerdings beendete die 36-Jährige im August 2020 ihre Karriere. Möglich ist auch, dass zwei Athleten gleichzeitig die Fahne bei der Eröffnungsfeier schwenken werden. Die nächsten Woche werden diesbezüglich Klarheit schaffen.

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