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Rudy Favretto gab bei einer Pressekonferenz das Aus von Neruda bekannt (Foto: SN)

Neruda Volley zieht seine erste Mannschaft zurück

Vor Tagen noch wurde über einen Verbleib von Neruda Volley in der Serie A spekuliert, nun sorgt Klub-Boss Rudy Favretto für eine spektakuläre Kehrtwende. Er meldet die erste Mannschaft vom Spielbetrieb ab und setzt in Zukunft einzig und allein auf den Jugendsektor.

"Seit der Niederlage am letzten Spieltag in Bergamo habe ich keine Mühen gescheut, um Neruda in der höchsten Spielklasse zu halten. Dem sportlichen Abstieg zum Trotz habe ich versucht, die Linzenz für die Serie A zu bekommen. Ich wollte eine schlagkräftige Truppe auf die Beine stellen, doch das war am Ende unmöglich", so Favretto.


"Nicht nur ich habe Fehler gemacht"


Der Vereinspräsident gesteht dabei eigene Fehler und falsche Entscheidungen in der Führungsebene ein, richtet den Zeigefinger allerdings auch in Richtung der Sponsoren: "Wir mussten in der Serie A viel Lehrgeld bezahlen, sowohl die Spielerinnen als auch wir Funktionäre. Ich habe es nicht geschafft, die nötigen finanziellen Mittel zu beschaffen, um eine Zukunft in der Serie A zu garantieren. Das ist zum einen meine Schuld, zum anderen aber auch jene unserer Partner. Die Institutionen haben ihre Unterstützung zurückgeschraubt, auch private Sponsoren waren kaum zu begeistern. Sie blicken beim Sponsoring offenbar lieber in die Nachbarprovinz. Ich musste feststellen, dass man in Südtirol nur als Eishockey- oder Fußballklub auf einem gewissen Niveau bestehen kann."


"Mir tut es für die Fans leid"


Favretto sah sich am Ende gezwungen, die Hoffnungen auf eine Serie-A-Teilnahme zu begraben. Schlimmer noch: Selbst die zweite Liga ist keine Option mehr. Die sportlichen Rechte des Absteigers werden an einen Mailänder Klub abgetreten. Bei Neruda selbst wird in Zukunft nur mehr Jugendvolleyball gespielt. "Das ist ein ganz bitteres Ende eines einzigartigen Märchens, das vor einem Jahr im historischen Serie-A-Aufstieg gipfelte. Mir tut es besonders für unsere vielen Fans sehr leid. Jetzt werden wir unsere Kräfte bündeln und sie voll und ganz in unseren Jugendsektor stecken", so Favretto abschließend.


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Autor: sportnews

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