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Noemi Steinhauser (Foto: Max Pattis)

Volleyball: Noemis Traum droht zu platzen

Noemi Steinhauser ist in der Südtiroler Volleyballszene keine Unbekannte. Seit 12 Jahren spielt die bald 20-jährige Terlanerin für den SSV Bozen. Nun möchte sie aus Studiengründen nach Österreich wechseln. Doch die verschiedenen Verbandsgebühren, die jährlich anfallen würden, betragen in Summe rund 4000 Euro. Viel Geld, das weder Noemi Steinhauser, noch die interessierten Vereine in Österreich aufbringen können.

Es ist der Wunsch vieler Sportler, ein Studium mit dem Ausüben der Lieblingssportart zu verknüpfen. So auch bei Noemi Steinhauser, die in Wien studieren und Volleyball spielen möchte. Doch der Traum der jungen Südtirolerin droht aus finanziellen Gründen zu platzen.

Ihr Vater Christian Steinhauser, der die Sektion Volleyball des SSV Bozen selbst zwei Jahre lang leitete, hat vor kurzem den österreichischen Verband kontaktiert, um sich bei einem Wechsel von Italien nach Österreich über die anfallenden Verbandsgebühren zu informieren. Bei seiner Tochter würde laut seinen Angaben ein Transfer Fee von zirka 1500 Euro anfallen, der an den italienischen Verband FIPAV zu überweisen ist.

Doch damit nicht genug. Der internationale Verband streicht bei einem Transfer wie jenem von Steinhauser 1920 Euro ein (1440 Euro bei einer Meldung in der zweiten Liga). Außerdem will auch der österreichische Verband etwas vom Kuchen abhaben, der Betrag ist mit 480 Euro (450 für die zweite Liga) aber relativ überschaubar. Insgesamt müsste Noemi Steinhauser jährlich also fast 4000 Euro hinblättern. Abgaben an die Vereine, die Steinhauser ausgebildet haben, sind hier noch gar nicht miteingerechnet.

„Ich möchte ganz einfach Volleyball spielen. Natürlich könnte ich auch in der dritten österreichischen Liga bei einem Verein unterkommen. Dort müsste ich nichts bezahlen. Aber ich möchte mich natürlich sportlich weiterentwickeln. Mit so hohen Beträgen haben wir ehrlich gesagt nicht gerechnet“, sagt Noemi Steinhauser.

Aufgeben will Noemi Steinhauser aber dennoch nicht. Ihre Hoffnung, dass sich der Traum von der österreichischen Liga trotzdem noch erfüllt, die ruht jetzt auf privaten Sponsoren.

Autor: sportnews

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