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Jakob Weger Jakob mit seinem Bruder Matthias

Jakob Weger:„Die Technik ist wichtiger als die Kraft“ - INTERVIEW

Der zweifache Europameister im Kajak-Einer aus Meran erzählt uns, wie er zum Kanusport gekommen ist und wie er sein Trainingsalltag gestaltet. Außerdem verrät er, worauf es in seiner Sportart ankommt.


Jakob, wie hast du eigentlich den Kanusport für dich entdeckt?


Da mein Vater schon selbst im Kanusport tätig war und es immer noch ist, konnte ich schon sehr früh die ersten Erfahrungen sammeln. Als kleiner Junge paddelte ich oft stundenlang im Schwimmbad hin und her. Das hat mir dann einfach gefallen.


Welche Voraussetzungen muss man als Kanute mitbringen?

Grundsätzlich braucht es keine besonderen Voraussetzungen. Man sollte lediglich keine Angst vor dem Wasser haben.Die Technik ist im Kanusport eindeutig wichtiger als die Kraft. Natürlich braucht es beide Eigenschaften, aber mit einer guten Technik kann man viel Kraft sparen.


Welchen Stellenwert hat die mentale Vorbereitung für dich?

Mentales Training ist im Kanusport sehr wichtig. Man muss in der Lage sein, sich für kurze Zeit voll und ganz auf eine Sache zu konzentrieren. Diese Fähigkeit trennt gute Sportler von Spitzenathleten.


Wie sieht eine klassische Trainingswoche aus und wie übst du in der Wettkampfwoche?


Eine ganz normale Woche sieht bei mir in etwa so aus: Von Montag bis Freitag stehen täglich zwei Trainingseinheiten auf dem Programm. Je nach Jahreszeit entweder ein Mal mit Kanu und ein Mal in der Kraftkammer oder zwei Kanutrainings. Im Sommer trainiere ich dabeiviel öfters mit dem Kanu als im Winter. Die Woche vor einem wichtigen Rennen ist inhaltlich gleich aufgebaut. Die Intensität der Einheiten wird aber verringert, um genügend Energien für den anstehenden Wettkampf zu tanken.


Betreibst du auch andere Sportarten?

Als Ausgleichstraining gehe ich oft Snowboarden, Surfen oder Biken.


Wie wichtig ist das Trockentraining? Welche Körperpartien müssen besonders fokussiert werden?

Das Trockentraining ist ab einem gewissen Level absolut notwendig, auch um Verletzungen vorzubeugen. Besonders wichtig ist vor allem die gesamte Rumpfmuskulatur und der Oberarm- und Schulterbereich. Dazu gibt es klassische Übungen wie das Bankziehen und das Bankdrücken, wobei ich persönlich aber lieber mit dem eigenen Körpergewicht arbeite.


Welchen Ratschlag würdest du einem Anfänger geben?

Gestalte dein Training so, dass es dir Spaß und Freude bereitet. Das ist eine meiner Grundregeln.


Welche Eigenschaftensollte ein Einsteiger-Kanu haben?

Ein Einsteiger-Kanu sollte stabil und leicht zu manövrieren sein, wobei man auch ohne Probleme mit einem Rennboot beginnen kann.


Was sollte als Ausrüstung nie fehlen?

Der Helm und eine Schwimmweste sollten aus Sicherheitsgründen nie fehlen.


Wo kann man in Südtirol überall paddeln?

Hierzulande kann man fast auf jedem Fluss paddeln, die besten Gewässer sind aber die Passer, die Etsch und der Eisack.


Autor: sportnews

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