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Sagt dem Schwimmsport ade: Laura Letrari © Laura Letrari

Der emotionale Abschied der Laura Letrari

Eine lange und erfolgreiche Karriere hat am Donnerstag bei der Italienmeisterschaft in Ostia ihr Ende gefunden: Laura Letrari hört mit 33 Jahren mit dem Schwimm-Sport auf.

Ein Schwimm-Event jagt das nächste: Vor einem Monat begann die Weltmeisterschaft in Budapest, in rund drei Wochen startet die Europameisterschaft in Rom (11. bis 21. August). Zurzeit werden im Rahmen der Italienmeisterschaft in Ostia die Tickets dazu vergeben. Laura Letrari muss sich darum jedoch keine Sorge machen: Die 33-Jährige beendete am Donnerstag ihre Karriere. Bei ihrem abschließenden Rennen über 50 Meter Freistil belegte sie den 14. Platz. Anschließend ließ sie in den sozialen Medien ihren Emotionen freien Lauf.


„Mein geliebtes Schwimmen“, schreibt Letrari in ihrem Abschiedsbrief: „Wir sind am Ende angelangt, ich finde wirklich keine Worte mehr. Ich will einfach Danke sagen: Für diese wunderbare Reise, für die Achterbahn der Gefühle, für den Nervenkitzel und die Tränen, für die unglaublichen Reisen um die Welt, für die unvergesslichen Menschen, die ich kennenlernen und mit denen ich zusammenarbeiten durfte, für meine Freunde, die mich auf diesem Abenteuer begleitet haben. Dafür, dass ich mein Land mit Stolz vertreten durfte, dafür, dass ich vor Freude singen, lachen und schreien kann, für die Verwirklichung meiner Träume und dafür, dass ich zu den Olympischen Spielen fahren durfte. Für all die Sonnenunter -und Aufgänge, für all die Flugzeugstarts, bei denen ich aufgeregt war, für die Umarmungen und schönen Worte, für die Freunde und Trainer, für die Enttäuschungen und Schwierigkeiten, die mich zu einer starken Frau gemacht haben, und dafür, dass ich meine größte Leidenschaft zu meinem Beruf machen durfte.“

Laura Letrari (2.v.r.) bei den Mittelmeerspielen 2009 mit Erica Buratto, Giorgia Mancin und Federica Pellegrini. © AFP / ALBERTO PIZZOLI


Letrari werde nie aufhören, ihren Eltern und Brüdern dafür zu danken, dass sie sie angespornt haben, diesen Weg einzuschlagen. Unter dem Beitrag wünschten viele Weggefährten der Südtirolerin alles gute, darunter Italiens früherer Schwimmstar Federica Pellegrini.

Die Brixnerin kann auf eine Karriere voller Erfolge zurückblicken. Bei Kurzbahn-Europameisterschaften holte sie dreimal Bronze, sie gewann stolze 14 Italienmeistertitel und nahm 2012 als Staffelschwimmerin bei den Olympischen Spielen in London teil. Zudem räumte sie bei Mittelmeerspielen insgesamt drei Goldmedaillen ab.
Ballo mit Enttäuschung
Aus Südtiroler Sicht stand in Ostia nicht nur Letraris Abschied im Fokus, sondern auch der Auftritt von Stefano Ballo über 200 Meter Freistil. Um sich ein EM-Ticket zu schnappen, hätte der Bozner das Rennen gewinnen müssen. Das gelang jedoch nicht, mit einer Zeit von 1.47,90 wurde Ballo in einem hochkarätigen Rennen Fünfter. Der EM-Traum im eigenen Land ist somit geplatzt.

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