H Schwimmen

Italiens Freistilstaffel mit (v.l.) Giada Galizi, Laura Letrari, Federica Pellegrini (vorne) und Erika Ferraioli.

Laura Letraris Medaillenchance lebt

Italiens 4x100-m-Freistil-Staffel der Frauen hat sich am Freitag Vormittag bei der Schwimm-EM in Glasgow mit der zweitbesten Zeit fürs Finale am Abend qualifiziert. Die Zweitbeste der „Azzurre“ war dabei die Brixnerin Laura Letrari.

Vor dem Rennen hatte Laura Letrari gemeint, Italiens Staffel könne möglicherweise im Kampf um Bronze mitmischen. Nach dem Vorlauf schaut es sogar noch ein kleines Bisschen besser aus. Denn die Däninnen, die gemeinsam mit den Niederländerinnen für Gold und Silber favorisiert schienen, kamen nicht über Rang acht hinaus – zeitgleich mit den Polinnen. Anders als bei Einzelrennen, wo es bei Zeitgleichheit Ausscheidungsrennen um den letzten Startplatz gibt, wird es im Staffel-Finale ausnahmsweise 9 Teams am Start geben.

Italiens Staffel ist am Vormittag sehr gut geschwommen und kam mit der Gesamtzeit von 3.38,64 Minuten bis auf 34 Hundertstelsekunden an die Niederländerinnen (3.38,30) heran. Mag sein, dass einige Teams ihre Stars geschont haben, aber der Vorsprung der „Azzurre“ auf die nächstplatzierten Teams von Frankreich (+ 0,49 Sek.) und Russland (+ 0,84) ist beträchtlich, auf Mitfavorit Dänemark sogar riesig (+ 2,64).

Von wegen geschwächt


Laura Letrari ließ mit ihrer Leistung vergessen, dass sie eigentlich durch einen Bandscheibenvorfall geschwächt sein sollte. Die Brixnerin ging als Dritte ihres Teams an den Start und errreichte die sehr gute Teilzeit von 54,65 Sekunden. Schneller als sie war nur Superstar Federica Pellegrini (53,73) sowie von den Holländerinnen auch nur Femke Heemskerk (52.78).

Letrari & Co. werden somit im Finale am Abend um 19.01 Uhr (MESZ) tatsächlich um Medaillen mitkämpfen.

Auch in den anderen Rennen starke „Azzurri“

Am 1. Renntag der Schwimm-EM werden die Schwimmerinnen und Schwimmer aus Italien auch in anderen Rennen um Edelmetall mitkämpfen. Die Freistilstaffel der Männer legte im Vorlauf die Bestzeit (3.15,29 Min.) vor, gefolgt von Ungarn (3.15,55) und Russland (3.15,77). Über 400 Lagen der Frauen erreichte Ilaria Cusinato und Carlotta Toni die dritte bzw. achte Zeit. Schnellste war die Französin Fantine Lesaffre.

Über 800 Meter Freistil erreichte die Italienerin Simona Quadarella die klare Bestzeit, dieses Finale steigt aber erst am Samstag.

Das beste Ergebnis des Vormittages ist jenes des britischen Brust-Spezialisten Adam Peaty, der über 100 m Brust mit 57,89 sekunden einen neuen EM-Rekord erreichte.

Autor: ds

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