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Lisa Fissneider (rechts) mit ihrem Trainer und Teamkollegin Alessia Polieri (Foto: at) Lisa vor dem Leistungszentrum in Verona

Lisa Fissneider: "Ich habe mich in Verona verliebt" - VIDEO

Die zweifache Junioren-Weltmeisterin aus Kaltern trainiert seit zwei Wochen im Verbandsleistungszentrum in Verona. Dort will die 18-jährige Kaltererin den Weg an die Weltspitze zurückfinden.

Lisa Fissneider hat einen Tapetenwechsel vollzogen. Von Bozen ging es für die 18-jährige Überetscherin vor zwei Wochen nach Verona, wo sie nun im Leistungszentrum des Schwimmverbandes unter den Fittichen des Ungarn Tamas Gyertyanffy trainiert. Im Veneto will sie - nach einem verkorksten Jahr - wieder zu alter Stärke zurückfinden.

"Ich habe im vergangenen Jahr sehr viel gelernt. Es ging drei Jahre lang immer aufwärts, heuer ist es zum ersten Mal abwärts gegangen in meiner Entwicklung. Aber das ist bei einem Sportler ganz normal, es kann nicht immer nur nach oben gehen. Natürlich ist es schade, dass ich bei Olympia nicht dabei war. Aber ich blicke zuversichtlich in die Zukunft", sagt die Kaltererin.

In Verona habe sie nun alles, was sie ein Profischwimmer nur wünschen kann. "Wir haben ein 25-Meter-Becken, ein 50-Meter-Becken, Turnhallen, einfach alles, was man braucht, um zu arbeiten. Etwas besseres kann einem Profischwimmer nicht passieren. Ich bin froh, dass mir der Verband diese Chance gibt, dass ich dabei sein darf. Wir werden tollunterstützt", so Fissneider, die sich in Verona gut eingelebt hat und sehr wohlfühlt. "Die Stadt gefällt mir sehr gut. Ich war jetzt zwei Mal im Zentrum und habe mich schon ein bisschen in Verona verliebt."

Über die Zusammenarbeit mit ihrem neuen Trainer sagt die Südtirolerin: "Ich kann gut mit ihm arbeiten. Wir lachen viel, aber er ist auch streng." Gyertyanffy sagt über seinen Schützling: "Lisa ist ein tolles Mädchen, sie ist sehr aufmerksam und kann meine Answeisungen schnell umsetzen. Sie will ihre Stärke wieder unter Beweis stellen", so der ungarische Trainer.

Fissneiders Ex-Coach Dario Taraboi glaubt, dass Lisa Fissneider es schaffen kann. "Lisa wollte etwas Neues versuchen und hat diese Chance vom Verband bekommen. Ich denke, dass es für Lisa gut gehen wird." Das werden sich sicher auch die vielen Fans in Südtirol wünschen.

Autor: sportnews