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Spektakel pur beim Swimmeeting.

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Spektakel pur beim Swimmeeting.

Swimmeeting: Drei Meetingrekorde und ein packendes Duell

Spektakel pur beim Swimmeeting in Bozen: Fünf Hundertstelsekunden entscheiden das Duell zwischen Ponti und Caribé – der Schweizer verbessert zwei Meetingrekorde, Weltmeister Cerasuolo sorgt für die dritte Bestmarke. Auch die Frauen bieten spannende Rennen und überraschende Ergebnisse.

Ein Auftakt nach Maß für die Jubiläumsausgabe! Das 30. Internationale Swimmeeting Südtirol hat am Samstag in der Albert-Pircher-Halle am Pfarrhof in Bozen einmal mehr gezeigt, warum es seit seiner Gründung im Jahr 1997 zu den Höhepunkten des internationalen Kurzbahnschwimmens gehört. Hochkarätige Besetzung, spannende Entscheidungen und gleich drei neue Meetingrekorde prägten die schnellsten Einzelrennen des ersten Wettkampftages.


Im Mittelpunkt standen der Schweizer Superstar Noè Ponti und der italienische Weltmeister Simone Cerasuolo, die gemeinsam die drei bisherigen Bestmarken verbesserten. Doch auch der Brasilianer Guilherme Caribé, die Finnin Laura Lahtinen und mehrere junge Herausforderer sorgten für sportliche Höhepunkte.

Ponti gegen Caribé – fünf Hundertstel entscheiden einen spektakulären Sprint

Das mit Spannung erwartete Duell über 50 m Schmetterling hielt, was es versprach. Noch eine Woche zuvor hatte Noè Ponti beim Nico-Sapio-Meeting in Genua den Brasilianer Guilherme Caribé deutlich hinter sich gelassen. In Bozen rückten die beiden Weltklassesprinter nun auf gerade einmal fünf Hundertstelsekunden zusammen.

Ponti schlug nach hervorragenden 22,26 Sekunden an und verbesserte damit seinen eigenen Meetingrekord aus dem Jahr 2023 (22,77) um mehr als eine halbe Sekunde. Caribé folgte unmittelbar dahinter in 22,31 Sekunden, ebenfalls deutlich unter der bisherigen Rekordmarke. Den dritten Platz sicherte sich Alex Ahtiainen in 23,80 Sekunden.

Die Stars gaben sich ein Stelldichein.

Die Stars gaben sich ein Stelldichein.


Ein Rennen, das kaum spannender hätte verlaufen können und das Publikum bis zum Anschlag begeisterte. Doch Ponti hatte noch einen zweiten Höhepunkt vorbereitet. Über 100 m Lagen gewann der dreifache Kurzbahnweltmeister in 52,48 Sekunden und verbesserte damit seinen eigenen Veranstaltungsrekord von 52,49 Sekunden aus dem Jahr 2023 um die denkbar knappste Differenz: eine einzige Hundertstelsekunde!

Hinter dem Schweizer überzeugte Biagio Aldrighetti mit 53,55 Sekunden auf Rang zwei, während Jassen Yep in 54,35 Sekunden Dritter wurde. Damit sicherte sich Ponti am ersten Tag gleich zwei Siege und zwei Meetingrekorde.

Cerasuolo knackt die Bestmarke von Finn Brooks

Auch der italienische Weltmeister Simone Cerasuolo ließ keinen Zweifel an seiner Klasse aufkommen. Über 50 m Brust gewann er in ausgezeichneten 25,91 Sekunden und verbesserte den letztes Jahr aufgestellten Rekord von Finn Brooks von 26,18 Sekunden um drei Zehntelsekunden.

Für eine bemerkenswerte Überraschung sorgte dahinter der Este Kristjan Reivart, der sich in 26,84 Sekunden den zweiten Platz sicherte und damit den italienischen Europamedaillengewinner Federico Poggio, der in 27,00 Sekunden Dritter wurde, hinter sich ließ.

Spektakuläre Szenen.

Spektakuläre Szenen.


Cerasuolo bestätigte damit eindrucksvoll die hohen Erwartungen, mit denen er als amtierender Weltmeister nach Bozen gereist war. Mascolo und Caribé dominieren die Freistilrennen – ein Wimpernschlag entscheidet bei den Frauen Bereits die ersten Wettbewerbe des Nachmittags hatten beste Unterhaltung geboten.

Über 100 m Freistil der Frauen setzte sich die Italienerin Anna Chiara Mascolo in einem äußerst knappen Rennen durch. Die Olympiateilnehmerin, die erst am vergangenen Wochenende in Genua die 200 m Freistil gewonnen hatte, schlug in 54,29 Sekunden an.

Lediglich sieben Hundertstelsekunden dahinter landete die Finnin Laura Lahtinen in 54,36 Sekunden auf Rang zwei. Einen bemerkenswerten dritten Platz sicherte sich die junge Italienerin Giorgia Barozzi in 55,64 Sekunden. Bei den Männern bestätigte Guilherme Caribé seine hervorragende Form. Der brasilianische Sprintstar, der in Genua erst vor einer Woche mit 21,20 Sekunden einen neuen Meetingrekord über 50 m Freistil aufgestellt hatte, gewann in Bozen die 100 m Freistil in 47,37 Sekunden.

Den zweiten Platz erkämpfte sich Biagio Aldrighetti in 48,56 Sekunden, während der bermudianische Olympiateilnehmer Jack Harvey in 49,52 Sekunden Dritter wurde. Für Aldrighetti war es der erste von zwei Podestplätzen an diesem Nachmittag. Skyler Smith siegt über 50 m Brust – Rekord knapp verpasst Bei den Frauen unterstrich die US-Amerikanerin Skyler Smith ihre Klasse über 50 m Brust. Mit 29,97 Sekunden blieb sie als einzige Schwimmerin unter der 30-Sekunden-Marke und verpasste den seit 2015 bestehenden Meetingrekord der Amerikanerin Katie Meili von 29,86 Sekunden um lediglich elf Hundertstelsekunden.

Hinter Smith folgte Kay-Lyn Loehr in 31,77 Sekunden auf Rang zwei. Giorgia Barozzi sicherte sich in 32,49 Sekunden ihren zweiten dritten Platz des Tages – eine bemerkenswerte Leistung der jungen Italienerin, die bereits über 100 m Freistil auf dem Podium gestanden hatte.

Cullen gewinnt irisches Duell – Basseto behauptet sich über 100 m Rücken

Auch auf den Rückenstrecken gab es spannende internationale Begegnungen. Bei den Frauen setzte sich die junge Irin Charlotte Cullen gegen ihre erfahrene Landsfrau und Europameisterin Danielle Hill durch. Cullen gewann die 100 m Rücken in 57,96 Sekunden, Hill folgte in 59,73 Sekunden auf Rang zwei. Den dritten Platz belegte Ieva Maluka in 1:00,47 Minuten. Für Cullen war der Sieg ein schöner Erfolg im direkten Vergleich zweier Generationen des irischen Schwimmsports.

Bei den Männern nutzte der Brasilianer Guilherme Basseto nach der kurzfristigen Absage von John Shortt seine Favoritenrolle und gewann die 100 m Rücken in 52,43 Sekunden. Der Bermudianer Jack Harvey zeigte nach seinem dritten Platz über 100 m Freistil erneut eine starke Leistung und wurde in 54,06 Sekunden Zweiter. Rang drei ging an Flavio Straub in 55,50 Sekunden.


Lahtinen mit zwei Siegen und einem zweiten Platz

Zu den erfolgreichsten Athletinnen des ersten Wettkampftages zählte zweifellos die Finnin Laura Lahtinen. Nach ihrem hauchdünnen zweiten Platz über 100 m Freistil ließ sie über 50 m Schmetterling nichts anbrennen und gewann in 26,00 Sekunden. Die zweitplatzierte Emily-Parli Jaarats schlug nach 26,89 Sekunden an, während sich die Amerikanerin Skyler Smith in 27,09 Sekunden den dritten Platz sicherte.

Damit stand auch Smith zum zweiten Mal an diesem Nachmittag auf dem Podium. Lahtinen setzte ihre Erfolgsserie anschließend über 100 m Lagen fort. In 1:00,59 Minuten holte sie ihren zweiten Tagessieg. Hinter ihr belegte Ieva Maluka in 1:01,40 Minuten den zweiten Platz, während Charlotte Cullen in 1:02,67 Minuten Dritte wurde.

Zwei Siege und ein zweiter Platz machten die Finnin damit zu einer der herausragenden Persönlichkeiten des ersten Tages. Drei Rekorde, Weltklasse und ein GreenEvent zum Jubiläum Mit den beiden Bestmarken von Noè Ponti und dem Rekord von Simone Cerasuolo hat die 30. Ausgabe des Swimmeeting Südtirol bereits am ersten Tag eindrucksvoll bewiesen, dass auch nach drei Jahrzehnten mit Weltklasseleistungen in Bozen zu rechnen ist.

Besonders erfreulich ist dabei die Mischung aus international etablierten Champions und aufstrebenden Nachwuchstalenten. Für die vielen jungen Schwimmerinnen und Schwimmer aus Südtirol und den zahlreichen angereisten Vereinen ist die Möglichkeit, ihre Vorbilder unmittelbar am Beckenrand zu erleben und mit ihnen dieselbe Wettkampfatmosphäre zu teilen, ein besonderes Erlebnis.

Auch bei der Jubiläumsausgabe bleibt das Swimmeeting Südtirol seinen Grundsätzen treu: Die Veranstaltung wird erneut als GreenEvent durchgeführt. Umweltbewusstsein, Ressourcenschonung und eine möglichst nachhaltige Organisation gehören mittlerweile ebenso zur Identität des Meetings wie sportliche Spitzenleistungen und die Förderung des Nachwuchses.

Am Sonntag, 8. November, geht das internationale Schwimmfest in die zweite Runde. Ab 9.30 Uhr stehen die nächsten Wettbewerbe auf dem Programm. Die drei schnellsten Serien beginnen um 13.15 Uhr. Dann werden unter anderem die Entscheidungen über 100 m Schmetterling, 50 m Rücken, 100 m Brust und 50 m Freistil für weitere Höhepunkte sorgen. Nach diesem spektakulären Auftakt ist eines sicher: Die Rekordjagd in Bozen ist noch lange nicht beendet!

Schlagwörter: Wassersport Schwimmen

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