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Er hat es geschafft: Mit WM-Silber verabschiedete sich Aksel Lund Svindal von der Ski-Bühne. © AFP / FRANCOIS XAVIER MARIT

Svindals märchenhafter Abschied: „Das war eine große Show“

Dieses glänzende Karriereende gönnte dem großen Aksel Lund Svindal die ganze Skiwelt. Mit einer WM-Silbermedaille in der Abfahrt verabschiedete sich der 36-Jährige an einem kuriosen Samstag in den Ruhestand.

Hinter Weltmeister und Kumpel Kjetil Jansrud sorgte Svindal im Schneetreiben von Åre für einen norwegischen Freudentag. „Das war eine große Show“, sagte der Altmeister zum letzten Erfolg seiner langen Alpin-Laufbahn. Unter dem Beifall Tausender Fans, inklusive des norwegischen Kronprinzenpaares Haakon und Mette-Marit, wurde der coole Hüne emotional und hörte nicht mehr auf zu grinsen.


>>> Den Rennbericht zur WM-Abfahrt in Åre gibt es hier. <<<


Dass ihn die Winzigkeit von 0,02 Sekunden auf Gold und den fast schon zu kitschigen finalen WM-Triumph fehlten, war Svindal egal. Noch im Zielbereich lagen Janrud und er sich in den Armen und warteten auf das Ende des Rennens. „Ich habe gedacht: Genieß es einfach“, berichtete Svindal.

Zahlreiche Verletzungen prägten die Karriere
In mehr als 17 Jahren im professionellen alpinen Ski-Zirkus holte er 36 Weltcup-Siege, zweimal Olympia-Gold und fünf WM-Titel. 2007 wäre er bei einem Sturz in Beaver Creek fast gestorben. Dazu kommen weitere Verletzungen im Gesicht und an der Achillessehne sowie die Kreuzbandrisse, deren Spätfolgen ihn nun zum Abschied bewegten.

© APA/afp / JONAS ERICSSON

Svindal (links) mit Weltmeister Kjetil Jansrud.


„Es ist eine Riesen-Ehre, mit ihm auf dem Podium zu stehen“, sagte der österreichische Bronzemedaillen-Gewinner Vincent Kriechmayr. Svindal sei „nicht nur einer der besten in der Geschichte des Sports, sondern auch einer der sympathischsten. Er ist ein Vorbild.“

Auch Jansrud freute sich über das Drehbuch am Samstag: „Das ist ein bisschen wie ein Märchen heute. Meine erste Goldmedaille zu holen in seinem letzten Rennen, und wir holen beide eine Medaille, das ist unglaublich. Heute war ein großartiger Tag.“

„Ich wollte unbedingt fahren“
Aksel Lund Svindal


Dabei hatte der Samstag mit einer Zitterpartie begonnen. Wegen Schneefalls und Wind wurde die Strecke verkürzt und der Start zweimal verschoben. Weil sich die Bedingungen kaum besserten, rechneten die wenigsten damit, dass der Wettkampf ausgetragen werden kann.

Nur einer hoffte auf den Start. „Ich habe auf diesen Moment die letzten Wochen gewartet, ich war nervös, ich wollte mein letztes Rennen nicht noch weiter nach hinten schieben“, berichtete Svindal. „Ich wollte unbedingt fahren.“ Nach einer Niederlage im Super-G drei Tage zuvor fanden die zwei Norweger dann die beste Linie. „Ich bin glücklich für Aksel, dass er diese Medaille in seinem letzten Rennen geholt hat“, sagte der geschlagene Super-G-Weltmeister Dominik Paris.

Autor: dpa/det

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