
Dorothea Wierer blickt auf ihren letzten großen Karriere-Höhepunkt. © Pierre Teyssot
Abgeschirmt und angespannt: Die Stars kurz vor Olympia
Zwei Wochen kein Rennen, noch zwei Wochen der Vorbereitung und Spannung. Und immer eines im Blick: Olympia in Antholz. Wie verbringen Dorothea Wierer und Italiens Biathlon-Stars die Zeit bis zum sportlichen Mega-Event? Wir haben nachgeforscht.
29. Januar 2026
Von: alexander foppa
Im Biathlonzentrum in Antholz laufen die letzten Vorbereitungen auf die Winterspiele. Der Schießstand in der Arena ist schon auf Hochglanz gebracht, die Loipen sind gespurt. Es fehlen nur noch die Athleten. Diese stecken gerade woanders inmitten ihrer Vorbereitung auf Olympia.
Für Italiens zehn Biathleten, die für die „Spiele daheim“ nominiert wurden, heißt es in dieser Phase ein letztes Mal: Regenerieren, abschalten und den Kopf freibekommen. Und wo geht das besser als zuhause bei Familie, Freunden und Bekannten? Nach dem Weltcup in Nove Mesto ging es für die Olympia-Teilnehmer auf direktem Weg in die Heimat. Dort genießen sie gerade ihre Freizeit.
Feinschliff im Ahrntal und Martelltal
Wobei diese Freizeit am Ende doch ziemlich eingeschränkt ist. Die Devise lautet nämlich klar und deutlich: Nur nicht krank werden. Nicht jetzt, so kurz vor dem großen Highlight. Den Athleten ist es verboten, Medien- oder Sponsorentermine wahrzunehmen. Sie sollen ihre sozialen Kontakte beschränken, ausreichend schlafen und körperliche Belastungen vermeiden. Dorothea Wierer macht dies bei sich zuhause in Cavalese, Patrick Braunhofer in seiner Heimat im Ridnauntal, genauso wie Rebecca Passler, Hannah Auchentaller und Lukas Hofer im Pustertal.Italiens Auswahltrainer Jonne Kahkonen (r.) und Fabio Ciancana (l.) schauen bei ihren Schützlingen ganz genau hin. © Pierre TEYSSOT
Erst am Samstag werden die Zügel wieder vorsichtig angezogen, dann geht’s für alle ins finale Vorbereitungscamp. Lisa Vittozzi und Lukas Hofer werden mit einem Mini-Trainerteam im Ahrntal Quartier beziehen, der restliche Olympia-Kader nistet sich geschlossen im Martelltal ein. Dort sind mit Schweden, Österreich und Finnland weitere Nationalteams zugegen. Berührungspunkte wird es – außerhalb der Loipen – allerdings keine geben. Die Teams bewegen sich nur innerhalb ihrer Bubble.
Olympia-Quartier nahe der Arena
Die Biathleten werden die Zeit bis zum 21. Februar, dem Datum des letzten Olympischen Wettbewerbs, abgeschottet unter sich verbringen. Von Martell und aus dem Ahrntal geht es am 5. Februar ohne Zwischenstopp nach Antholz. Dort wohnt Italiens Auswahl nicht in den vier offiziellen Athleten-Hotels in Niederrasen, sondern in Antholz Obertal in den historischen Gemäuern des Maso Antenhofer. Dieser liegt inmitten der Olympia-Hochsicherheitszone, keine fünf Autominuten von den Wettkampfstätten entfernt, und hat sich bereits bei vergangenen Weltcup-Events als ideales Quartier bewährt.Zur Erinnerung: Los geht’s mit den Wettkämpfen in Antholz am 8. Februar, also zwei Tage nach der offiziellen Eröffnungsfeier. Den Auftakt macht die Mixed-Staffel. Dann hat das leidige Warten für die besten Skijäger der Welt ein Ende.
Das ist Italiens Olympia-Aufgebot im Biathlon:
| Name | Alter | Herkunftsort |
|---|---|---|
| Hannah Auchentaller | 24 | Antholz Niedertal |
| Rebecca Passler | 24 | Antholz Mittertal |
| Dorothea Wierer | 35 | Niederrasen |
| Lisa Vittozzi | 30 | Sappada (Friaul) |
| Michela Carrara | 28 | Morgex (Aosta) |
| Lukas Hofer | 36 | Montal |
| Patrick Braunhofer | 27 | Ridnaun |
| Tommaso Giacomel | 25 | Imer (Trentino) |
| Elia Zeni | 24 | Tesero (Trentino) |
| Nicola Romanin | 31 | Forni Avoltri (Friaul) |
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