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Sieger des Einzel-Wettkampfs in Antholz: Anton Babikov. © APA/afp / MARCO BERTORELLO

Antholz: Russischer Comeback-Sieg bei Fehlerfestival

Der Auftakt zum Weltcup-Wochenende in Antholz hatte es wahrlich in sich. Schwierige Windverhältnisse am Schießstand forderten viele Fehler. Am Ende gab es in der leeren Südtirol Arena einen russischen Sieg.

Von:
Christian Staffler

Den 20. Jänner 2022 wird Anton Babikov so schnell nicht vergessen. Es ist das Datum des zweiten Weltcupsiegs des Russen, der ein beachtliches Comeback hinter sich hat – denn die Saison musste Babikov aufgrund mangelnder Leistungen im IBU-Cup beginnen. Erst zu Jahresbeginn in Oberhof durfte Babikov in das russische Weltcupteam zurückkehren.


Jetzt hat der 30-Jährige in Antholz den Einzelwettkampf gewonnen. Es ist sein zweiter Sieg im Weltcup, nachdem er vor fünf Jahren ein Verfolgungsrennen in Östersund gewonnen hatte. Einziger Wermutstropfen: Auf jubelnde Fans musste Babikov verzichten, denn der Weltcup in Antholz findet coronabedingt ohne Zuschauer statt.

Schwierige Windverhältnisse – Hofer & Co. abgeschlagen
Babikov war der einzige Athlet, der am Donnerstag in Antholz ohne Schießfehler blieb. Diese Konstanz am Schießplatz hatte der Russe auch bitter nötig, denn in der Loipe erreichte er nur die 16. Laufzeit. Am schnellsten war Johannes Thingnes Bø (4.), doch dessen drei Fehler waren zu viel für das Podest. Dagegen reichte es für Said Karimulla Khalili (RUS) zum ersten Podestplatz in seiner Karriere. Bisher war ein 6. Platz beim WM-Einzel im Vorjahr in Pokljuka das beste Ergebnis des 23-Jährigen gewesen. Den 2. Rang schnappte sich Tarjei Bø (NOR). Der Norweger kassierte zwar zwei Strafminuten am Schießstand, war aber der Zweitbeste in der Loipe und kam so bis auf 9,7 Sekunden an Babikov heran.

Viel zu fehleranfällig beim Schießen präsentierten sich die Südtiroler und ihre Teamkollegen. Spitzenresultate zum Auftakt des Heimweltcups waren deshalb Fehlanzeige. Lukas Hofer (43.) machte sechs Fehler, genauso wie Tommaso Giacomel (50.). Dominik Windisch schoss gar achtmal (!) daneben und musste sich mit Rang 77 begnügen. Nur Thomas Bormolini sammelte als 27. ein paar Weltcuppunkte. Didier Bionaz wurde 49.

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