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Anton Shipulin gewann in Antholz sein zweites Sprintrennen Das Siegerpodest mit Svendsen, Shipulin und Fak Domink Windisch wurde als bester "Azzurro" Zwölfter Lukas Hofer musste sich mit Rang 23 begnügen (alle Fotos: Christian Manzoni)

Anton Shipulin gewinnt Sprintrennen in Antholz - AUDIOS

Der 25-jährige Russe setzte sich am Freitag im 10-km-Sprint vor dem Norweger Emil Hegle Svendsen und dem Slowaken Jakov Fak durch und feierte somit in der Südtirol Arena seinen zweiten Sieg nach 2011. Bester „Azzurro“ war Lokalmatador Dominik Windisch auf dem 12. Platz.

Anton Shipulin scheint sich in Antholz besonders wohl zu fühlen. Heute feierte er nicht nur seinen zweiten Sieg, sondern stieg hier schon zum vierten Mal aufs Podest: Im Vorjahr wurde er Zweiter im Massenstart und 2011, immer im Massenstart, Dritter. Es war ein Start-Ziel-Sieg des Russen, der das Rennen dominierte. Der 25-Jährige blieb am Schießstand fehlerlos und zeigte in der Loipe eine bärenstarke Leistung. Die 10-km-Strecke bewältige er in ausgezeichneten 22:45,8 Minuten.

So musste sich der Norweger Emil Helge Svendsen mit Rang zwei begnügen, 12,8 Sekunden hinter Shipulin. Nach dem zweiten Schießen lag er noch auf dem fünften Platz, machte dann aber auf den letzten Kilometern drei Plätze gut. Für Svendsen war es der vierte Podestplatz in dieser Saison. Auch ihm scheint Antholz zu liegen, denn der 27-Jährige aus Lillehammer hat hier schon dreimal triumphiert und wurde einmal Dritter.

Den Sprung aufs Podest schaffte heute auch der Slowene Jakov Fak, der heuer schon zwei Weltcupsiege auf dem Konto hat. Fak wies im Ziel 20,4 Sekunden Rückstand auf Shipulin auf, der Viertplatzierte Deutsche Andreas Birnbacher war nur siebenZehntelsekunden langsamer. Birnbacher verschenkte den Podestplatz auf der Schlussrunde, als er vom zweiten Platz auf den vierten zurückfiel. Der Weltcup-Führende Martin Fourcade aus Frankreich beendete hingegen das Rennen auf dem sechsenRang.


Dominik Windisch bester "Azzurro"

Bester Italiener war Lokalmatador Dominik Windisch. Der 23-jährige Oberrasner ließ beim Schießen eine Scheibe stehen und wurde Zwölfter, 55,5 Sekunden hinter Shipulin. Damit egalisierte er seine beste Saisonleistung, denn auch in Östersund belegte er den 12. Rang. Lukas Hofer, der ebenfalls einen Schießfehler hatte, kam als 23. ins Ziel mit 1.12,4 Minuten Rückstand auf den Sieger. Weltcuppunkte gab es auch für Christian De Lorenzi (26. Platz), während Christian Martinelli als 41. und Pietro Dutto als 43. diese ganz knapp verpassten.



Ergebnisse Weltcup Antholz (18. Jänner 2013)

Herren 10 km Sprint
1. Anton Shipulin (RUS) 22.45,8 (0 Fehlschüsse)
2. Emil Hegle Svendsen (NOR) +12,8 (1)
3. Jakov Fak (SLO) +20,4 (1)
4. Andreas Birnbacher (GER) +21,1 (0)
5. Evgeniy Garanichev (RUS) +36,6 (1)
6. Martin Fourcade (FRA) +38,0 (1)
7. Lowell Bailey (USA) +40,3 (0)
8. Daniel Mesotitsch (AUT) +42,3 (0)
9. Friedrich Pinter (AUT) +47,3 (1)
10. Jaroslav Soukup (CZE) +51,2 (0)
11. Jean Guillaume Beatrix (FRA) +52,8 (1)
12. Dominik Windisch (ITA/Oberrasen) +55,5 (1)
13. Florian Graf (GER) +57,3 (0)
14. Dmitry Malyshko (RUS) +59,1 (1)
15. Fredrik Lindström (SWE) +1.02,2 (1)

23. Lukas Hofer (ITA/Montal) +1.12,4 (1)
26. Christian De Lorenzi (ITA) +1.16,8 (0)
41. Christian Martinelli (ITA) +1.41,0 (1)



Stimmen aus Antholz

Die drei Erstplatzierten – Sieger Anton Shipulin aus Russland, der Norweger Emil Hegle Svendsen an Position zwei und der Drittplatzierte Slowene Jakov Fak – stellten sich im Anschluss an den Sprint der Männer den Fragen der Journalisten. Außerdem auch die beiden „Azzurri“ Dominik Windisch (11.) und Lukas Hofer (23.) über ihre Eindrücke vom Heimweltcup.

Anton Shipulin (RUS), Sieger: „Antholz ist mein Lieblingsort im Weltcup. Ich freute mich schon sehr auf die Rennen hier. Im Lauf der Saison hatte ich am Schießstand einige Schwierigkeiten, aber ich habe heute versucht das alles auszublenden und das ist mir gelungen. Dass meine Schwester (Anastasiya Kuzmina, Anm. d. Red.) gestern gewonnen hat, motivierte mich heute natürlich sehr. In der Höhe zu laufen ist für mich kein Problem. Daran kann ich mich sehr schnell anpassen.“

Emil Hegle Svendsen (NOR), Zweiter: „Ich habe versucht mich voll und ganz auf mein Rennen zu konzentrieren und nicht zu schauen, was Anton oder die anderen machen. Ich bin sehr zufrieden. Ich bin am Montag zurück nach Norwegen gefahren und erst am Mittwoch hier angereist. Deshalb hatte ich nicht viel Zeit zu trainieren. Die Loipen hier in Antholz sind perfekt. Nach Oberhof und Ruhpolding habe ich mich sehr auf Antholz gefreut, weil hier immer normales Winterwetter ist. Die Entscheidung im Tal unten zu wohnen hat sich als richtig erwiesen.“

Jakov Fak (SLO), Dritter: „Der letzte Schuss ging leider daneben, das war ein blöder Konzentrationsfehler. Mit den Gedanken war ich da wohl schon auf der Strecke. Auf der letzten Runde habe ich von den Trainern die Infos bekommen, dass ich Vierter bin. Da wusste ich, dass ich alles geben muss, um es aufs Podium zu schaffen. Das ist mir letzten Endes auch gelungen und ich bin zufrieden.“

Dominik Windisch (ITA), Zwölfter: „Für mich war es heute ein optimales Rennen. Die Ski haben gepasst, der Wind, einfach alles. Leider ist mir stehend dieser eine Fehler passiert, aber so ist Biathlon. Ich bin super zufrieden und dieses Ergebnis kommt für mich unerwartet. Ich bin überwältigt. Die Traumkulisse in Antholz hat mich beflügelt. Ich habe die Unterstützung wirklich als Unterstützung und nicht als Druck empfunden. Beim Schießen konnte ich mich gut auf mich konzentrieren. Die Pisten sind bei uns sowieso so gut präpariert, wie sonst nirgends. Im Verfolgungsrennen werde ich morgen mein Bestes geben. Dann schauen wir was herausschaut.“

Lukas Hofer (ITA), 23.: „Mit dem Schießen bin ich zufrieden, auch wenn der letzte Schuss danebengegangen ist. Vielleicht habe ich mich schon zu früh gefreut, wieder auf die Strecke zu gehen. Das war ein blöder Fehler, der eigentlich nicht passieren dürfte. Das Laufen war sehr schwer, meine Beine waren wie abgesperrt. Ich habe schon auf der ersten Runde gemerkt, dass es sehr hart geht. Deshalb habe ich auch versucht beim Schießen sehr kontrolliert zu sein. Damit habe ich das Rennen noch gerettet. Morgen beim Verfolgungsrennen ist alles drin.“

Autor: sportnews

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