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Anton Shipulin gewann in Antholz den Sprint und die Verfolgung Der Slowenen Jakov Fak stieg ebenfalls zweimal aufs Podest In der Verfolgung wurde der Österreicher Daniel Mesotitsch Dritter Lukas Hofer lief lange Zeit ganz vorne mit (alle Fotos: Christian Manzoni)

Anton Shipulin ist der neue König von Antholz - AUDIOS

Nach dem Sieg am Freitag im Sprintrennen, hat der 25-jährige Russe am Samstag in Antholz auch die 12,5-km-Verfolgung gewonnen. Platz zwei ging an den Slowenen Jakov Fak, Dritter wurde der Österreicher Daniel Mesotitsch. Lukas Hofer aus Montal lief bis zum letzten Schießen in der Spitzengruppe mit, schoss dann aber zweimal daneben und musste sich schließlich mit Rang 13 begnügen.

Anton Shipulin ging heute mit Startnummer 1 ins Rennen und gab die Führung bis ins Ziel nicht mehr ab. Der Russe konnte alle Angriffe abwehren, lief ein taktisch kluges Rennen und hatte im Ziel 22,6 Sekunden Vorsprung auf den zweitplatzierten Jakov Fak, obwohl er zwei Schieben stehen ließ. Für Shipulin war es der insgesamt vierte Weltcupsieg. Kurios ist, dass er drei davon in der “Südtirol Arena” feierte. Auch für den Slowenen Jakov Fak war das Weltcup-Wochenende in Antholz sehr erfolgreich. Nach dem dritten Platz im Sprint, schaffte er heute mit Rang zwei in der Verfolgung erneut einen Podestplatz. Der 25-jährge aus Preddvor machte am Schießstand nur einen Fehler, wie der erfahrene Österreicher Daniel Mesotitsch, der nur drei Sekunden hinter Fak den dritten Platz belegte. Für den 36-Jährigen aus St. Jakob war es das fünfte Podium in Antholz, wo er zweimal auch schon gewonnen hat. Der Weltcupführenden Martin Fourcade wurde Vierter, vor Emil Hegle Svendsen. Der Norweger fiel nach vier Schießfehlern von Rang zwei auf den fünften Platz zurück..


Lukas Hofer bis zum letzten Schießen Vierter

Lange hofften heute auch die Südtiroler Fans auf eine Überraschung, denn Lukas Hofer, der mit Startnummer 23 ins Rennen gegangen war, war plötzlich Vierter. Beim letzten Schießen machte er aber zwei Fehler und fiel auf Rang 13 zurück. Zwei Plätzte dahinter beendete Christian De Lorenzi das Rennen, während Christian Martinelli 17. und der Oberrasner Dominik Windisch 20. wurden. Besonders stark lief Martinelli, der in der Verfolgung 14 Positionen gutmachte.

Für eine Riesenenttäuschung sorgten die deutschen Biathleten. Andreas Birnbacher musste wegen einer Magen-Darm-Grippe passen und so war Florian Graf auf den abgeschlagenen 28.Platz der Beste.

Morgen, Sonntag, 20. Jänner endet die Antholzer Biathlon-Woche mit den beiden letzten spektakulären Staffelrennen. Die Damen starten um 10.30 Uhr, die Männer um 14.15 Uhr.



Ergebnisse Weltcup Antholz (19. Jänner 2013)

Herren 12,5 km Verfolgung
1. Anton Shipulin (RUS) 31.24,2 (2 Fehlschüsse)
2. Jakov Fak(SLO) +22.6 (1)
3. Daniel Mesotitsch (AUT) +25.8 (1)
4. Martin Fourcade (FRA) +38.5 (2)
5. Emil Hegle Svendsen (NOR) +40.0 (4)
6. Evgeniy Garanichev (RUS) +41.4 (3)
7. Dominik Landertinger (AUT) +45.8 (3)
8. Serguei Sednev (UKR) +48.0 (0)
9. Jean Guillaume Beatrix (FRA) +49.4 (2)
10. Andrei Makoveev (RUS) +51.4 (2)
11. Björn Ferry (SWE) +53.5 (1)
12. Fredrik Lindström (SWE) +1:01.8 (2)
13. Lukas Hofer (ITA/Montal) +1:17.2 (3)
14. Tim Burke (USA) +1:23.4 (2)
15. Christian De Lorenzi (ITA) +1:24.9 (2)
16. Lowell Bailey (USA) +1:26.7 (3)
17. Christian Martinelli (ITA) +1:27.9 (1)
18. Evgeny Ustyugov (RUS) +1:29.6 (4)
19. Friedrich Pinter (AUT) +1:43.8 (3)
20. Dominik Windisch (ITA/Oberrasen) +1:46.5 (4)
45. Pietro Dutto (ITA) +5.53,5 (7)



Stimmen aus Antholz

Anton Shipulin (Russland), Sieger: „Ich habe nach dem gestrigen Sieg schon geglaubt, dass ich auch heute ganz vorne sein kann. Das Feld hinter mir war bärenstark und deshalb musste ich alles geben. Ich bin sehr glücklich, dass es geklappt hat. Wir haben eine sehr starke Mannschaft, das pusht uns alle weiter nach vorne. Ob wir morgen in der Staffel Favorit sind? Ja!“

Jakov Fak (Slowenien), Zweiter: „Es ist auch heute super für mich gelaufen. Wenn du auf das Podium läufst, dann ist das nächste Rennen natürlich nicht so wie das davor. Ich habe aber versucht alles auszublenden und das ist mir gelungen. Im Training habe ich mich sehr schwer getan, aber danach habe ich mich sehr gut an die Verhältnisse hier angepasst.“

Daniel Mesotitsch (Österreich), Dritter: „In Antholz taugt es mir einfach. Ich fühle mich hier pudelwohl: die Strecke, der Schießstand, das Hotel. Antholz ist für mich der perfekte Platz um Rennen zu laufen. Mit welchen Zielen ich zur WM fahre? In erster Linie bin ich froh, dass ich mich dafür qualifizieren habe können. Nun wird man sehen wo mich der Trainer aufstellen wird. Ich werde in den Rennen, in denen ich starten darf, alles geben – und dann schauen wir mal.“

Lukas Hofer (Italien), 13. und bester „Azzurro“: „Das letzte Schießen war eigentlich zunächst normal. Nach dem dritten Schuss habe ich vielleicht einfach begonnen viel zu viel nachzudenken. Ein Heimrennen ist eben nicht ein Rennen wie jedes andere. Das Laufen war heute gewaltig. Der alte Lukas ist wieder aufgewacht. Ich habe gezeigt, dass es gehen kann. Wenn ich im Schießen, bzw. im Kopf noch sicherer werde, dann kann ich mit einem Lachen an die WM denken. Natürlich bin ich ein wenig enttäuscht, dass ich diese Chance vergeben habe. Morgen in der Staffel? Wir sind alle fit, wir schießen gut. Ich bin gespannt. Vielleicht können wir den zweiten Platz wiederholen, vielleicht schaut ja noch mehr heraus.“

Autor: sportnews

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