
Dorothea Wierer war geschlagen. © ANSA / PIERRE TEYSSOT
Au weh! Wierers völlig verkorkster Tag in Antholz
Die Olympischen Spiele in Antholz sind die große Abschiedsshow von Dorothea Wierer. Doch am Samstag leistete sich Italiens beste Biathletin der Geschichte einen schmerzhaften Ausrutscher.
14. Februar 2026
Aus Antholz

Von:
Thomas Debelyak
Dorothea Wierer hat die Biathlonwelt in den letzten Wochen immer wieder verblüfft. Nach zwei schwierigen Jahren lief sie in der Olympia-Saison plötzlich wieder aufs Podest, ja sogar zum Sieg. Doch am Samstag lieferte die 35-Jährige ausgerechnet bei den Winterspielen zu Hause ihre schwächste Saisonleistung ab. Im Sprint landete Wierer auf Platz 44 – so weit hinten wie noch nie in diesem Winter.
Ein verhauter Wettkampf ist das eine. Das andere sind die Auswirkungen. Und so wird Wierer in der Verfolgung am Sonntag (14.45 Uhr) mit großem Rückstand und praktisch ohne Medaillenchancen starten. Das ist bitter für die Südtiroler Star-Sportlerin, die trotzdem noch zwei Möglichkeiten auf Edelmetall hat: In der Damen-Staffel am Mittwoch und im Massenstart am Samstag, der gleichzeitig das Ende von „Doros“ großer Karriere markieren wird. Eine Medaille hat sie in Antholz mit der Mixed-Staffel schon geholt.
Dorothea Wierer kam nicht auf Touren. © APA/afp / MARCO BERTORELLO
Wierers Sprint-Rennen am Samstag begann erdenklich schlecht, da ihr bei widrigen Bedingungen (Nebel und leichter Schneefall) gleich ein Schuss auskam und sie dann einen zweiten daneben setzte. Im zweiten Schießen unterlief ihr ein weiterer Fehler. Auch auf den Skiern hatte Wierer ihre Mühe (33. Laufzeit). Einen Platz vor der Niederrasnerin – auf Rang 43 – reihte sich die zweite Südtirolerin Hannah Auchentaller ein, die zwei Mal danebenschoss.
Vittozzi verpasst Medaille
Eine andere Azzurra war am Samstag dagegen weit vorne zu finden. Lisa Vittozzi schloss den Sprint auf Rang 5 ab und schrammte somit an ihrer ersten Einzelmedaille bei Olympia vorbei. Die Biathletin aus Sappada/Plodn blieb ohne Fehler, ließ auf der Loipe aber Federn (18. Laufzeit). Trotzdem: Vittozzi hat eine ausgezeichnete Ausgangslage für die Verfolgung am Sonntag.Maren Kirkeeide ist die neue Sprint-Olympiasiegerin © APA/afp / FRANCK FIFE
Gold ging im Sprint an die Norwegerin Maren Kirkeeide, die sich um drei Sekunden gegen die Französin Oceane Michelon durchsetzte. Für beide Athletinnen sind es die ersten Olympia-Medaillen. Dritte wurde mit Lou Jeanmonnot ebenfalls eine Französin (+23 Sekunden).
Nun steht in Antholz der Super-Tag an: Am Sonntag steigt um 11.15 Uhr die Verfolgung der Herren, ab 14.45 Uhr sind die Damen an der Reihe. SportNews wird wie immer mit einem Liveticker dabei sein.
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