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Dorothea Wierer schoss vier Mal daneben, führte Italien aber noch ans Podium heran. © APA/afp / MARCO BERTORELLO

Ausgerechnet Wierer patzt: Staffel verpasst Podium knapp

Fast auf den Tag genau vor vier Jahren hatte Dorothea Wierer Italiens Damen-Staffel zum Abschluss der Weltcup-Woche in Antholz sensationell aufs Podest geführt. Eine derartige Überraschung war auch heute zum Greifen nah, doch dieses Mal zeigte ausgerechnet Wierer Nerven.

Die bärenstarken Lisa Vittozzi, Federica Sanfilippo und Michela Carrara hatten Italien im letzten Damen-Bewerb vor der Weltmeisterschaft in Pokljuka in Podiumsnähe gebracht. Zusammen leisteten sie sich nur vier Fehlschüsse – genau so viele wie Wierer alleine bei ihren beiden abschließenden Schießeinheiten. Der Sprung aufs Podium war somit nicht mehr möglich, mit einer guten Vorstellung in der Loipe sicherte Wierer den Azzurre aber noch den vierten Platz und damit das beste Saisonergebnis.


Die Basis für ein starke Abschneiden hatten Vittozzi und Sanfilippo gelegt. Startläuferin Vittozzi übergab mit satten 16,5 Sekunden Vorsprung an Platz eins gelegen an Sanfilippo. Die Ridnaunerin konnte die Führung zwar nicht verteidigen, hielt Italien nach zwei Nachladern aber im vorderen Feld. Danach kam mit der erst 23-jährigen Carrara die vermeintlich schwächste Azzurra, die an diesem Nachmittag dann aber die beeindruckendste Leistung aller vier Starterinnen zeigte. Sie behielt am Schießstand die Nerven, musste nur ein Mal nachladen und übergab nach einem starken Auftritt in der Loipe als Fünftplatzierte an Wierer.

Carrara schickte Italiens Star-Biathletin mit einem Rückstand von 18 Sekunden auf die Podiumsplätze auf die Strecke. Diesen konnte Wierer auf ihren beiden Runden nicht abbauen. Obwohl sie sowohl beim Liegend- als auch beim Stehendanschlag zwei Schüsse neben das Ziel setzte, konnte sie Italien aber immerhin noch auf den vierten Platz führen.

Russland fängt Deutschland ab
Ganz vorne machten die Biathletinnen aus Deutschland und Russland den Sieg unter sich aus. Diese beiden Nationen lieferten sich bereits ab dem zweiten Wechsel ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen, in dem Deutschlands Schlussläuferin Franziska Preuß zunächst die Nase vorn hatte, dann aber noch von Uliana Kaisheva abgefangen wurde. Diese sicherte Russlands Damenstaffel den ersten Saisonsieg.

Evgeniya Pavlova, Tatiana Akimova, Svetlana Mironova und Ulyana Kaysheva jubeln erstmals in diesem Winter. © APA/afp / MARCO BERTORELLO


Das Podium komplettierten die Französinnen, deren Schlussläuferin Julia Simon einen Vorsprung von 19,3 Sekunden auf Wierer ins Ziel brachte.
Das Ergebnis im Detail:


Autor: fop

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