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Einzig und allein Lisa Vittozzi zeigte eine überzeugende Leistung. © APA/afp / ROBERT MICHAEL

„Azzurre“ mit peinlicher Vorstellung – nur Vittozzi gut

Was war da los? Die Damen-Staffel der italienischen Biathlon-Nationalmannschaft schlitterte am Sonntag in Oberhof in ein Debakel. Nach einem Fehlschuss-Festival inklusive verpatztem Wechsel landeten die „Azzurre“ auf Rang 15.

Der starke Schneefall alleine dürfte das azurblaue Debakel der Biathlon-Damen nicht erklären. In Oberhof in Deutschland holten die als Mitfavoritinnen gestarteten „Azzurre“ mit Lisa Vittozzi, Nicole Gontier sowie den beiden Südtirolerinnen Federica Sanfilippo und Alexia Runggaldier Platz 15, 6.22 Minuten hinter den siegreichen Russinnen. Dabei leisteten sich die „Azzurre“ ganze 13 Nachlader und mussten acht Mal in die Strafrunde. Nicole Gontier schaffte es sogar im Stehendschießen mit acht Fehlschüssen sämtliche fünf Scheiben stehen zu lassen.

Vittozzi übergibt als Führende

Aber der Reihe nach: Als Startläuferin ins Rennen über vier mal sechs Kilometer ging die zuletzt starke Lisa Vittozzi. Die 23-jährige aus Sappada/Plodn, die in Oberhof sowohl den Sprint, als auch die Verfolgung für sich entschieden hatte, stellte ihre bärenstarke Form unter Beweis, blieb im ersten Liegendschießen fehlerfrei und übernahm die Führung. Auch in der Loipe wusste die „Azzurra“ zu überzeugen, konnte ihren Vorsprung ausbauen und ging als Erste ins Stehendschießen.

Bei schwierigsten Bedingungen musste Vittozzi zweimal nachladen, blieb damit aber vorne. In der Loipe ließ sie sich die Führung nicht mehr nehmen und übergab als Führende an ihre Teamkollegin Nicole Gontier.

Gontier mit Fehlschuss-Festival

Gontier konnte in der Loipe die Führung behalten, leistete sich dann jedoch beim ersten Liegendschießen drei Nachlader und fiel nach einer Strafrunde auf den siebten Platz zurück. Somit verabschiedeten sich die „Azzurre“ bereits vorzeitig aus dem Kampf um die Spitzenplätze.

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Starker Schneefall und schwierige Bedingungen in Oberhof.


Dann das zweite Stehendschießen: Eine völlig verunsicherte Gontier schoss dabei gleich acht Mal daneben, traf somit trotz drei Nachladern keine Scheibe und musste fünf Strafrunden laufen.

Verpatzter Wechsel

Doch damit nicht genug: Es folgte eine völlig verpatzte Übergabe von Gontier an Alexia Runggaldier. Denn, die Grödnerin war augenscheinlich nicht auf die Übergabe vorbereitet. Runggaldier lief dann ein einsames Rennen und zeigte am Schießstand eine akzeptable Leistung. Nach zwei Nachladern im Liegendschießen kam die Grödnerin fehlerfrei durchs Stehendschießen.

Auf Rang 15 liegend übergab Runggaldier an die Ridnaunerin Federica Sanfilippo. Diese blieb zwar im Liegendschießen fehlerfrei, benötigte jedoch drei Nachlader im Stehendschießen und musste zwei Strafrunden laufen.

Wierer fehlt bei Debakel

Das Desaster endete für die als Mitfavoritinnen gestarteten „Azzurre“ mit dem 15. Platz. Auf die siegreichen Russinnen hatten die „Azzurre“ einen Rückstand von schlussendlich 6.22 Minuten. Russland siegte in 1:18.46,3 Stunden vor Deutschland (+33,5) und Tschechien (+36,7). Die Norwegerinnen verpassten das Podest mit dem vierten Rang knapp.

© APA/afp / ROBERT MICHAEL

Die Russinnen holten sich den Sieg.


Dorothea Wierer war bei der Staffel nicht an den Start gegangen. Sie entschied sich nach intensiven Wochen und vielen Trainingseinheiten dafür, eine Pause einzulegen.


Damen-Staffel in Oberhof
Pos.LandZeitNachlader
1.Russland1:18.46,3 h8 (0 Strafrunden)
2.Deutschland+33,5 sec10 (2)
3.Tschechien+36,76 (1)
4.Norwegen+50,69 (0)
5.Frankreich+1.08,415 (3)
15.Italien+6.22,013 (8)

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