S+
Klaus Höllrigl blickt auf seine ersten Winterspiele als Biathlon-Verantwortlicher. © ANSA / PIERRE TEYSSOT

e Biathlon

Klaus Höllrigl blickt auf seine ersten Winterspiele als Biathlon-Verantwortlicher. © ANSA / PIERRE TEYSSOT

Biathlon-Chef nach Olympia: „Ein verdammt schwieriger Sport“

Drei Medaillen hatten sie sich gewünscht, zwei sind es geworden – und dennoch waren es „goldene“ Olympische Spiele für Italiens Biathleten. Wie emotional sie waren, lässt sich aus diesem Kurzinterview mit Rennsportleiter Klaus Höllrigl lesen.

Aus Antholz

Alexander Foppa

Von:
Alexander Foppa

Der Sportfunktionär aus Latsch hat turbulente Wochen hinter sich, an deren Ende er sich Zeit nimmt, um mit SportNews eine erste Bilanz der Winterspiele daheim in Antholz zu ziehen.


Bevor Sie weiterlesen, stimmen Sie ab:



Es waren Ihre ersten Olympischen Spiele als Biathlon-Chef Italiens. Welche Erkenntnisse nehmen Sie mit?

„Dass wir einen verdammt schwierigen Sport machen (lacht). Es gab so viele heikle Momente, so viele Aufs und Abs. Wir haben viele gute Chancen verspielt, gleichzeitig aber auch historische Erfolge gefeiert. Es war eine turbulente Zeit.“

Italiens Biathlonteam  beim Abschied von Dorothea Wierer. © APA/afp / ODD ANDERSEN

Italiens Biathlonteam beim Abschied von Dorothea Wierer. © APA/afp / ODD ANDERSEN


Wie fällt die Bilanz aus?

„Ich hatte mir das ein oder andere Podium mehr gewünscht, das muss ich ehrlich sagen. Andererseits hat die Mixed-Staffel beim Silbergewinn eine unglaubliche Leistung gezeigt, dazu die erste Goldmedaille überhaupt für Italien durch Lisa Vittozzi. Das hat nicht nur für vieles entschädigt, das führt auch dazu, dass die Bilanz trotz einiger Enttäuschungen positiv ausfällt.“
„Es waren die erfolgreichsten Olympischen Spiele in Italiens Biathlongeschichte“ Rennsportleiter Klaus Höllrigl

Sie sind also zufrieden?

„Ja, das sind wir alle im Team. Es waren die erfolgreichsten Olympischen Spiele in Italiens Biathlongeschichte. Gleichzeitig muss ich als Verantwortlicher die Lehren aus so einem Event ziehen. Wir sind inmitten einer starken Saison und in absoluter Topform angereist, dass da vielleicht noch mehr drin gewesen wäre, liegt auf der Hand.“


Was war Ihr schönster Olympia-Moment?

„Da gab es gleich drei: Zum einen der Medaillengewinn zum Auftakt in der Mixed-Staffel, das war eine riesengroße Erleichterung. Dann die Goldene von Lisa Vittozzi, die alles überstrahlt. Und zu guter Letzt der Abschied von Dorothea Wierer. Das waren schon heftige Emotionen, als sie zum letzten Mal ins Zielstadion einlief. Der gebührende Abschied einer großen Legende.“

Kommentare (0)

Bestätigen Sie den Aktivierungslink in unserer E-Mail, um Ihr Konto zu verifizieren und Kommentare zu schreiben. Aktivierungslink erneut senden
Vervollständigen sie Ihre Profil-Angaben, um Kommentare zu schreiben.
Profil bearbeiten

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

© 2026 First Avenue GmbH