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Johannes Thingnes Bø ist kritisch mit sich selbst. © APA / BARBARA GINDL

Biathlon-Großmeister Bø gesteht Fehler ein

Johannes Thingnes hat in der abgelaufenen Saison für Verwunderung gesorgt, als er sich unmittelbar vor der Biathlon-Weltmeisterschaft auf der Pokljuka ein neues Gewehr anschaffte. Zurückblickend gibt der Norweger zu, dass dies ein Fehler war.

Zwei Mal Gold und eine Silbermedaille in der Staffel, dazu noch eine Bronzene in der Verfolgung. Nimmt man die Medaillenausbeute des Johannes Thingnes Bø bei der diesjährigen Weltmeisterschaft in Slowenien unter die Lupe, könnte man denken, alles sei wie gehabt verlaufen. Erst auf den zweiten Blick erkennt man, dass Bø erstmals seit 2017 keine Einzel-Goldmedaille gewonnen hat, was für einen erfolgsverwöhnten Athleten seines Kalibers nicht zufriedenstellend ist. Mitentscheidend warum es bei den diesjährigen Titelkämpfen nicht wie erhofft geklappt hat, ist der eingangs erwähnte Gewehr-Wechsel unmittelbar vor der WM. Das sagt der 28-Jährige gegenüber der Tageszeitung VG.


Auf die Frage, ob der Wechsel etwas zu vorschnell oder unüberlegt gewesen sei, meint Bø: „Ja vielleicht. Dies gilt übrigens auch für das letzte Gewehr.“ Jetzt konzentriere er sich voll und ganz auf das Gewehr, das er vor zwei Saisonen erfolgreich benützte und gibt rückblickend zu: „Je mehr ich an der Waffe feile, desto mehr gehe ich auf das alte Modell zurück. Das bedeutet, dass das Gras auf der anderen Seite nicht immer grüner ist“, erzählt der weltbeste Biathlet.

Trotz dieses schief gelaufenen Experimentes hat Bø in der abgelaufenen Saison nicht nur vier WM-Medaillen, sondern auch den Gesamtweltcup vor Sturla Holm Lægreid gewonnen. Sollte er im Olympia-Winter – auch dank seines altbewährten Gewehrs – zu alter Schießstärke zurückfinden, muss sich die Konkurrenz also warm anziehen.


Schlagwörter: Wintersport

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