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Alexander Loginov holte bei der WM in Antholz Gold im Sprint. © SID / MARCO BERTORELLO

Ex-Russland-Coach: „Eine Generation mit Doping aufgewachsen“

Anatoly Khovantsev fand im russischen Trainerstab für die kommende Biathlon-Saison keine Berücksichtigung mehr. Nun hat der ehemalige Herren-Coach mit einigen brisanten Aussagen für Aufsehen gesorgt.

„In den letzten 5 oder 6 Jahren wurde es viel besser, aber zwischen 2012 und 2014 konnte man saubere russische Biathleten an einer Hand abzählen“, sagte Khovantsev im Interview mit sports.ru.

„Die jetzigen Trainer haben es schwer“
Anatoly Khovantsev

Wegen der Tatsache, dass sein Vertrag nicht mehr verlängert wurde, hat er gegen den russischen Verband weiter nachgetreten: „Die jetzigen Trainer haben es schwierig aufgrund der Jahre, als Russland Probleme mit Doping hatte. Wir verbessern uns langsam, aber unsere Ergebnisse bleiben sehr durchschnittlich. Sie sind weit entfernt von den Leistungen der vergangenen Generation, die mit Doping aufgewachsen ist.“

Anatoly Khovantsev war in Russlands Nationalteam für die Herren zuständig. © facebook / RBU

In der vergangenen Biathlon-Saison sorgte vor allem das Wirrwarr um Alexander Loginov für Aufsehen. Mitten in der Nacht wurde das Hotelzimmer des Sprint-Weltmeisters in Antholz von einer Sondereinheit der italienischen Polizei durchsucht. Hintergrund waren Vorwürfe eines neuerlichen Verstoßes Loginovs gegen die Anti-Doping-Regeln. Anschließend nahm der Russe nicht mehr am WM-Massenstart in Antholz teil.

Autor: dl

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