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Antholz zog bei der WM-Vergabe den Kürzeren. Kompatscher gratuliert Östersund OK-Chef Gottlieb Taschler war sichtlich enttäuscht

Biathlon-WM: Antholz geschlagen, Östersund macht das Rennen

Am Sonntagvomittag wurde im Rahmen des elften ordentlichen Kongresses der Internationalen Biathlon Union (IBU) in St. Wolfgang bei Salzburg die WM 2019 vergeben. Unter den Kandidaten befand sich auch das Südtiroler Biathlon-Mekka Antholz, das sich trotz einer starken Präsentation im ersten Wahlgang mit 16:27 Stimmen dem schwedischen Östersund geschlagen geben musste.

2019 wird in Schweden das Super-Wintersportjahr. Nach der Alpinen Ski-WM, die in Åre stattfinden wird, haben die Skandinavier nun auch den Zuschlag für die Biathlon-Weltmeisterschaften erhalten. In beiden WM-Abstimmungen zog ein Kandidat aus Italien den Kürzeren: Cortina hatte sich für die Ski-WM beworben, Antholz wollte in viereinhalb Jahren die Biathlon-WM ausrichten.

Die Antholzer hatten eine starke Präsentation vorbereitet, die am Sonntag von Elmar Pichler-Rolle dem Gremium sehr souverän vorgetragen wurde. Mit Landeshauptmann Arno Kompatscher und dem Vizepräsidenten des italienischen Wintersportverbandes Alberto Piccin waren auch zwei (sport)politische Größen anwesend, die sich in St. Wolfgang für die Kandidatur von Antholz stark machten. Am Ende aber vergebens, denn mit 27:16 Stimmen setzte sich Östersund durch. Dass der tschechische Bewerber Nove Mesto na Morave nur vier, der russische Vertreter Khanty Mansiysk bei der Abstimmung gar nur zwei Stimmen erhalten haben, dürfte für das Antholzer Biathlon-Komitee nur ein schwacher Trost sein.

Die Enttäuschung war beim Antholzer OK-Chef Gottlieb Taschler und seinem Team nach Bekanntgabe der Ergebnisse groß. Dennoch zeigten sich die Südtiroler als faire Verlierer. „Natürlich sind wir enttäuscht über den Ausgang dieser WM-Vergabe. Wir haben uns in den vergangenen Monaten richtig ins Zeug gelegt und eine Top-Präsentation abgeliefert. Leider hat Östersund das Rennen gemacht. Gratulation an unsere schwedischen Freunde, die sich nun auf ein Super-Wintersportjahr freuen dürfen. Wir lassen uns von diesem Ausgang aber nicht entmutigen und werden mit demselben Herzblut und Engagement wie bisher weitermachen“, hieß es von Seiten des Antholzer Biathlonkomitees in einer ersten Reaktion.

Autor: sportnews

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