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Startet in die neue Saison: Johannes Thingnes Bø © APA/afp / JEAN-PIERRE CLATOT

Bø über Fern-Coaching: „Wie in der Klasse ohne Lehrer“

Reisen ist in Zeiten, in denen das Coronavirus das tägliche Leben auf den Kopf gestellt hat, (fast) nicht möglich. Deshalb tauschen sich Johannes Thingnes Bø und dessen Erfolgscoach Siegfried Mazet nur per Mobiltelefon aus.

Die Vorbereitung auf den nächsten Winter hat begonnen – nicht nur für Gesamtweltcupsiegerin Dorothea Wierer, die diese Woche an den Schießstand zurückgekehrt ist, sondern auch für deren Pendant, Johannes Thingnes Bø. Mit Biathlon-Guru Siegfried Mazet, der auch Martin Fourcade zum Seriensieger formte, bildet er seit mehreren Jahren ein blendend funktionierendes Team, das die internationale Konkurrenz verzweifeln lässt. Weil Mazet jedoch in Frankreich weilt und eine Einreise nach Norwegen mit vielen Komplikationen verbunden ist, findet der Austausch zwischen Trainer und Athlet zurzeit nur virtuell statt.

„Ich habe noch nie Ferntraining gemacht. Es ist ein bisschen so, als würde man das Klassenzimmer betreten, ohne einen anwesenden Lehrer zu finden. Siegfried ist im Home Office, während ich hier bei der Arbeit bin“, scherzte Bø in einem Interview mit der norwegischen Tageszeitung VG. Der Ablauf, wie Mazet die richtigen Instruktionen geben kann, ist dabei ein einfacher: Bø und dessen Mannschaftskameraden filmen sich während den Schießeinheiten, schicken die Aufnahmen anschließend dem Franzosen, der eventuelle Fehler findet und diese ausmerzt.

Neue Aufgaben als Vater
Jungpapa Bø äußerte sich auch über die Zeit nach der Saison. „Normalerweise lässt man sich nach dem Winter gehen, der Unterschied im Vergleich zu der strengen Diät und der körperlichen Bewegung zwischen Oktober und März ist enorm. In diesem Jahr war der Unterschied nicht sehr groß, da es aufgrund der Pandemie nur wenige Möglichkeiten gab, irgendwo zu verreisen“, betont Bø, der in Spaziergänge mit seinem Sohn Gustav eine andere, neue Beschäftigung fand. „Im April habe ich den Kinderwagen schiebend mehr als 10.000 Schritte pro Tag absolviert. Es kann sein, dass das mich in Form gehalten hat“, erzählt Bø.

Autor: leo

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