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Johannes Thingnes Bø dominier den Biathlon-Weltcup nahezu nach Belieben. © APA/afp / CHRISTOF STACHE

Bø vor seinem Gastspiel in Südtirol: „Werde alle Rennen laufen“

Er eilt von Sieg zu Sieg und kann in Kürze bei der Weltmeisterschaft bis zu sieben Titel abräumen. Zuvor aber gibt Biathlon-Superstar Johannes Thingnes Bø in Antholz ein Stelldichein.

Norwegens Biathlon-Dominator Bø will bei der Weltmeisterschaft in Oberhof mindestens zwei Goldmedaillen gewinnen. „Mit meiner Form und meinen Siegen hat man natürlich Ansprüche“, sagte der Gesamtweltcup-Führende nach seinem Massenstart-Sieg am Sonntag im deutschen Ruhpolding: „Ein Einzel-Gold möchte ich gewinnen, dazu natürlich mit der Männer-Staffel.“


Bø feierte in der Chiemgau Arena zwei Tage nach dem Staffel-Erfolg seinen neunten Saisonsieg im zwölften Rennen und führt unangefochten in der Gesamtwertung. Zur WM-Generalprobe nach Antholz reist der 29-Jährige trotz anstrengender Wochen voll motiviert. „Ich werde alle drei Rennen machen“, sagte der fünfmalige Olympiasieger. Am Freitag geht es für die Männer in Südtirol mit dem Sprint weiter. Gewinnt Bø erneut, wäre es zum zweiten Mal in diesem Winter der fünfte Erfolg für ihn in Serie.

Bø jagt Røiselands Antholz-Rekord

Auf die Frage, in welchem Wettbewerb er bei der WM in Oberhof die größten Chancen auf Gold sieht, sagte der zwölfmalige Weltmeister: „Im Sprint, der Verfolgung, dem Massenstart – und vielleicht im Einzel.“ Das sind alle Biathlon-Einzelwettbewerbe, die es bei den Titelkämpfen überhaupt gibt. Sollte Bø bei allen möglichen Rennen an den Start gehen, könnte er erstmals in seiner Karriere siebenmal Edelmetall bei einer WM gewinnen. Das schaffte bislang nur seine Landsfrau Marte Olsbu Røiseland 2020 in Antholz.

Keiner zielt so genau, läuft so schnell wie Johannes Thingnes Bø. © APA/afp / CHRISTOF STACHE


Rekorde zu brechen, sei ihm nicht besonders wichtig, „aber das ist schon cool“, sagte Bø , der nur in einem Saisonrennen, nämlich dem ersten (12.), nicht auf dem Podest stand und mit Norwegens Staffel seit mehr als einem Jahr ungeschlagen ist. „Wir haben gerade das dominanteste Team in der Geschichte Norwegens“, sagte Bø und blieb bescheiden: „Insgesamt muss man alle Erfolge als Teamleistung sehen.“

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