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Die beiden Superstars: Martin Fourcade (rechts) und Johannes Thingnes Bø. © TT News Agency / FREDRIK SANDBERG

Das Duell Bø gegen Fourcade stellt alles in den Schatten

Die Damen haben am Freitag ihren Sprint absolviert, nun sind die Herren dran: Am Samstag ab 14.45 Uhr wird um die erste Individual-Medaille gekämpft. 2 Athleten stehen dabei besonders im Fokus.

13 Individual-Wettkämpfe wurden in dieser Saison bei den Herren bisher ausgetragen, 11 Mal hieß der Sieger entweder Johannes Thingnes Bø oder Martin Fourcade. Der Norweger stand insgesamt 6 Mal auf dem höchsten Treppchen, der Franzose 5 Mal. Nur Quentin Fillon Mailleit (Frankreich) und Benedikt Doll (Deutschland) konnten die Dominanz der beiden für einmal brechen.

Wie wirkt sich die Baby-Pause auf Bø aus?
Wobei zu präzisieren ist: In der ersten Saisonhälfte war Bø – wie schon in den letzten Jahren – der große Dominator und entschied von den ersten 7 Wettkämpfen 5 für sich. Anfang Jänner verabschiedete er sich aber in eine Baby-Pause, die sein Konkurrent Fourcade auszunutzen wusste. Mit 4 Siegen am Stück in Oberhof und Ruhpolding ließ er Biathlon-Fans nicht nur an seine glorreichen alten Zeiten denken, sondern schnappte sich auch die Führung im Gesamtweltcup.

Johannes Thingnes Bø geht als Favorit ins Rennen. © AFP / TIZIANA FABI


Fest steht: Im Sprint wird wohl alles auf ein Duell der beiden Superstars hinauslaufen. Interessant wird zu sehen sein, wie sehr die mehrwöchige Babypause an Johannes Thingnes Bø genagt hat. Bei der WM-Generalprobe in Pokljuka hat sich der Norweger – der im Vorjahr alle Kristallkugeln abräumen konnte – jedenfalls mit einem Sieg im Einzelwettkampf und einem dritten Platz im Massenstart eindrucksvoll zurückgemeldet. Die Favoritenrolle liegt also bei ihm.
Südtiroler sind für Überraschung gut
Die beiden Südtiroler Lukas Hofer und Dominik Windisch fühlen sich in Antholz schon wohl. Das haben sie mit ihren Auftritten beim Mixed-Staffel-Bewerb schon unter Beweis gestellt. Vor allem Hofer war sowohl auf dem Schießstand als auch in der Loipe extrem stark unterwegs und könnte auch im Sprint – den er mit der Nummer 1 in Angriff nehmen wird – für eine Überraschung gut sein. Selbiges gilt für Windisch, den man spätestens seit seinem sensationellen Massenstart-Weltmeistertitel im Vorjahr immer auf der Rechnung haben muss.

Stark in Form: Lukas Hofer. © AFP / MARCO BERTORELLO


Beim Sprint starten die Biathleten einzeln in einem 30-Sekunden-Intervall. Nach der ersten Runde wird einmal liegend, nach der zweiten Runde einmal stehend geschossen. Jeder Fehler wird mit einer 150 m langen Strafrunde geahndet. Insgesamt müssen die Skijäger 10 Kilometer zurücklegen. Los geht es in Antholz am Samstag um 14.45 Uhr.

Autor: det

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