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Die Mühen haben sich gelohnt: Dorothea Wierer bejubelt ihren ersten Saisonsieg. © APA/afp / MARCO BERTORELLO

Der Knoten ist geplatzt: Wierer siegt in Antholz!

Dorothea Wierer hat für einen krönenden Abschluss der Antholzer Weltcup-Woche gesorgt und ausgerechnet im letzten Rennen vor Olympia ihre beste Saisonleistung gezeigt. Ihr Auftritt am Sonntag beim Heimrennen war schlichtweg grandios.

Von:
Alexander Foppa

Es war bis dato wahrlich nicht der Winter der Dorothea Wierer. Nach einem Formtief zu Saisonbeginn musste sie auf die Zähne beißen, um den Anschluss zur Weltspitze zu wahren. Seit dem Jahreswechsel wirkt die 31-Jährige nun aber wie ausgewechselt: Sicher am Schießstand, mit deutlich mehr Power in der Loipe lehrt sie der Konkurrenz wieder das Fürchten. Den vorläufigen Höhepunkt hat Wierer ausgerechnet im letzten Rennen vor Olympia erreicht. Sie hat das Massenstartrennen im heimischen Antholz auf beeindruckende Art und Weise gewonnen.


Wierer war bereits die vergangenen Tage im Einzelrennen und in der Staffel knapp am Podium vorbeigeschrammt, umso größer schien der Wille bei ihr, am Sonntag zum Abschluss den Knoten platzen zu lassen. In Abwesenheit der Gesamtweltcup-Führenden Marte Olsbu Røiseland und der beiden Öberg-Schwestern, die allesamt den Weltcup in Antholz auslassen und sich für Olympia (ab 5. Februar) vorbereiten, zeigte sie ihre mit Abstand beste Saisonleistung.

Erster Sieg seit 60 Wochen
Zwar musste Wierer nach den ersten beiden Schießeinheiten jeweils ein Mal in die Strafrunde, dennoch hielt sie den Kontakt zur Spitze. Beim dritten und vierten Anschlag blieb die Lokalmatadorin schließlich makellos und so ging sie als Zweitplatzierte auf die Schlussrunde. Dort mobilisierte sie nochmal die allerletzten Kraftreserven, zog mit einem imposanten Antritt an der Führenden Anais Chevallier-Bouchet vorbei und schleppte sich völlig ausgelaugt über die Ziellinie. Dzinara Alimbekava aus Weißrussland und Chevallier-Bouchet blieben die Plätze zwei und drei.

Völlig ausgepowert erreichte Dorothea Wierer das Ziel in der Südtirol Arena. © APA/afp / MARCO BERTORELLO


Im Auslauf bejubelte Wierer ihren insgesamt 13. Weltcupsieg, den ersten seit exakt 60 Wochen und einem Tag. Letztmals stand die Südtirolerin am 28. November 2020 beim Saisonauftakt in Kontiolahti am Podest ganz oben. Dieser Befreiungsschlag sorgt besonders in Hinblick auf die Olympischen Spiele für viel Zuversicht. Nach einem kurzen Trainingslager geht es für Italiens Biathlon-Auswahl am kommenden Wochenende nach Peking.

>>> Hier lesen Sie, was Wierer zu ihrem ersten Saisonsieg sagt <<<

Bei den Winterspielen in China wird auch Lisa Vittozzi am Start sein, wenngleich diese in Antholz in den Einzelrennen mächtige patzte. Im Massenstart am Sonntag setzte sie beim ersten Schießen gleich alle fünf Versuche neben das Ziel. Nach insgesamt neun Strafrunden belegte sie den 30. und letzten Platz. Weitere Azzurre waren am Abschlusstag keine mehr im Einsatz.




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