e Biathlon

Dorothea Wierer (Nummer 4) ist am Sonntag in der Staffel im Einsatz. © APA/afp / MARCO BERTORELLO

Der krönende Abschluss in Antholz

Die Biathlon-Woche in Antholz geht am Sonntag mit der Damen-Staffel und dem Massenstart der Herren zu Ende. Die besten Skijägerinnen (ab 12.45 Uhr) und Skijäger (ab 15.05 Uhr) kämpfen um die letzten Tagessiege in der Südtirol Arena.

Den Anfang machen kurz vor Mittag die Biathletinnen. Und dort trägt diesmal nicht Norwegen, sondern Schweden die Favoritenrolle. Warum? Weil das skandinavische Frauen-Quartett sehr konstant ist und in diesem Winter in Kontiolahti (Sieg), Hochfilzen und Oberhof (zwei dritte Plätze) immer auf dem Podest stand. Mit den Öberg-Schwestern Hanna und Elvira haben die Schwedinnen gleich zwei sehr starke Biathletinnen in ihren Reihen.


Zu den stärksten Widersacherinnen der Schwedinnen zählen das französische und deutsche Quartett. Die „Grande Nation“ belegte in Kontiolahti und Hochfilzen jeweils den zweiten Platz, die DSV-Truppe bejubelte in Oberhof ihr erstes Staffel-Gold in dieser Saison. Zudem belegten sie in Kontiolahti Platz 3. Nur in Hochfilzen landeten die deutschen Biathletinnen nicht in den Top 3, schafften mit einem vierten Rang aber dennoch ein gutes Ergebnis. Damit liegen sie in der Weltcup-Wertung auf dem zweiten Platz hinter Schweden. Rang drei nimmt Frankreich ein. Aber natürlich wird auch das norwegische Team morgen in Antholz ein Wörtchen um die Medaillenplätze mitreden. Auch, weil Marte Olsbu Røiseland & Co. schon in Hochfilzen ganz oben standen. Mit Tiril Eckhoff haben die Skandinavierinnen eine zweite bärenstarke Athletin in ihrem Kontingent. Die Azzurre um Dorothea Wierer zählen auf der 4x6 km langen Strecke mit jeweils zwei Schießeinlagen zu den Außenseiterinnen.

Lukas Hofer wieder dabei
Die Männer legen hingegen um 15.05 Uhr los. Im Massenstart über 15 km startet der Gesamtweltcup-Dritte Tarej Bø der Mann im roten Trikot. Der 32-jährige Norweger gewann erst vorige Woche den Massenstart in Oberhof und zählt auch morgen zum Favoritenkreis. Sein fünf Jahre jüngerer Bruder Johannes Thingnes wartet übrigens immer noch auf seinen ersten Sieg in Antholz. Nach dem enttäuschenden zehnten Rang im Einzel am Freitag und dem heutigen zweiten Platz mit der norwegischen Staffel, peilt der Weltcup-Gesamtführende morgen seinen 51. Einzel-Weltcupsieg an. Aber auch ihren Landsmann Sturla Holm Lægreid muss man nach dem starken zweiten Platz im Einzel auf der Rechnung haben, gleich wie Alexander Loginov. Der Russe feierte gestern dank einer fehlerfreien Schießeinlage seinen ersten Saisonsieg.

Lukas Hofer will am Sonntag im Massenstart angreifen. © APA/afp / MARCO BERTORELLO

Mit Lokalmatador Lukas Hofer und Quentin Fillon Maillet aus Frankreich lauern dahinter zwei ebenfalls starke Biathleten auf einen Fehltritt der Superstars. Hofer und Fillon Maillet legten am Fuße der Rieserfernergruppe eine sehr gute Form zutage, die sie nun auch im Massenstart bestätigen möchten. Besonders der Montaler - der wegen leichter Rückenschmerzen das Staffelrennen ausließ - will nach seinem vierten Platz im Einzel (es war sein fünftes Top-6-Ergebnis in einem Einzelrennen hintereinander) endlich wieder aufs „Stockerl“. Dort stand er zuletzt im März 2019 im Sprint von Oslo. Erfreulich ist, dass mit dem überraschend starken Didier Bionaz ein zweiter Azzurro am Start sein wird.


Autor: dl/pm

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