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Bernd Eisenbichler ist beim DSV für die Biathlon-Teams zuständig.

Deutsche Biathlon-Mädels in Südtirol: „Konkurrenz tut gut“

Eine Woche lang schwitzten Deutschlands Biathlon-Mädels (im wahrsten Sinne des Wortes) auf der Seiser Alm und in Gröden. Am Rande des intensiven Trainingslagers, das von der zuständigen Trainern Kristian Mehringer und Florian Steier koordiniert war, konnte sich SportNews mit Bernd Eisenbichler unterhalten, der im DSV für sämtliche Biathlonteams zuständig ist.

Von Luis Mahlknecht

In der Sonne Grödens, wo Eisenbichler seinen ehemaligen Kollegen im US-Team Martin Planker traf, strahlte auch der deutsche Koordinator des Biathlonwesens. Es war für das Team – in der diesmal noch Franziska Hildebrand fehlte – eine tolle und zielgerichtete Woche, in der neben vielen Bergläufen, Roller- und Radfahrten auch einige Schießübungen am prekären Schießstand in Wolkenstein (Langental) stattfanden.

„Mit Denise Herrmann haben wir ein absolutes Zugpferd in unserem Team. Sie hat das Zeug, den Gesamtweltcup zu gewinnen, auch wenn die internationale Konkurrenz extrem stark ist, denken wir da bloß an Dorothea Wierer oder an Marte Olsbu Roiseland, die besonders bei der WM in Antholz aufgezeigt hatte.“ Aber auch gerade die WM-Medaillen von Vanessa Hinz und Franziska Preuss oder die Staffelmedaille (in der auch Karolin Horchler ihren Beitrag leistete) haben viel Auftrieb und Schwung in die deutsche Biathlon-Damenmannschaft gebracht, so dass auch Maren Hammerschmidt und Janina Hettich da anschließen können. Und im deutschen Perspektivkader stehen auch Skijäger und Skijägerinnen, die auch mit Blickrichtung WM 2023 in Oberhof ganz vorne mitmischen könnten. Dieses Konkurrenzdenken tue der ganzen Mannschaft gut, ist sich Eisenbichler sicher.

Südtirol als idealer Vorbereitungsort
Bernd Eisenbichler muss als Koordinator alle Mannschaften unter einen Hut bringen. Dazu entsendet er die Teams auch gerne nach Südtirol, wo er eine ideale Höhenlage vorfindet („Wenn die WM in Pokljuka stattfindet ist es perfekt, auf 1400 bis 1700 Metern zu trainieren“, so Eisenbichlers O-Ton). Und dann ermutigt er auch die Grödner, allen voran die engagierte Skiclub-Präsidentin Lidia Bernardi, das Projekt eines Schießstandes auf Monte Pana voranzutreiben. „Das wäre ein idealer Trainingsort für viele, von der heimischen Jugend bis zu den Teams aus aller Welt.“

Doch das ich (noch) Zukunftsmusik, mit der sich allerdings Grödens Verwalter abgeben müssen. Von Südtirol ist indes das deutsche Damenteam nach Bormio weitergereist, wo weitere Trainings in der Höhenlage geplant sind. Und vor dem Beginn der Wettkampfsaison wird man wieder einmal nach Südtirol hineinschauen. Auch, weil man hierzulande so gut bewirtet wird und das Essen einfach köstlich schmeckt…

Autor: luis mahlknecht

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