e Biathlon

Coach Andreas Zingerle ist sehr zuvesichtlich Markus Windisch am Dienstag in Antholz beim Schießtraining

Die „Azzurri“ wollen das Antholz-Tabu brechen

Im Biathlon-Zentrum von Antholz zieht allmählich Leben ein: Die Teams absolvierten am Dienstag die ersten Trainingseinheiten, mit dem Ziel sich bestmöglich für die bevorstehenden Weltcuptage vorzubereiten. So auch die Athleten der italienischen Nationalmannschaft, die im Südtiroler Biathlon-Mekka um die vordersten Plätze mitkämpfen wollen.

Am Dienstagmorgen ist nach den Vorbereitungsarbeiten der vergangenen Wochen endlich ein Hauch von Wettkampfsport in die Südtirol Arena eingezogen. Denn die 147 gemeldeten Biathletinnen und die 135 Biathleten haben ihre ersten Runden in der Loipe gedreht und auch schon am Schießstand trainiert. Sie fiebern dem Startschuss am Donnerstag, um 14.30 Uhr, entgegen. Dann eröffnen die Frauen mit dem Sprintbewerb das Antholzer Biathlonfest.

Auch die italienischen Athleten haben ihren Fokus auf die Weltcuprennen gerichtet. Sie wollen endlich wieder für Erfolgsmeldungen vor eigenem Publikum sorgen. Das bislang letzte Highlight setzte die Männer-Staffel vor zwei Jahren mit dem zweiten Rang. Auf einen Südtiroler Sieg aber warten die heimischen Biathlonfans schon satte 25 Jahre. Am 23. Jänner 1988 gewann Johann Passler in Antholz das Einzelrennen über 20 Kilometer. Bei den Frauen schaffte dieses Kunststück noch nie eine heimische Athletin.

Vielleicht wird diese Serie ohne Südtiroler Sieg ja heuer gebrochen. Die Nationaltrainer vertrauen in der kommenden Tagen auf Dominik und Markus Windisch, Lukas Hofer, Christian De Lorenzi, Pietro Dutto und Christian Martinelli bei den Männern, sowie Michela Ponza, Karin Oberhofer, Dorothea Wierer, Alexia Runggaldier und Nicole Gontier bei den Frauen. Ein wenig Ungewissheit herrscht noch bei Martinelli, der zur Zeit noch bei seiner hochschwangeren Frau weilt und eventuell erst nach der Geburt des Kindes nachreisen wird.

Die Aussichten im italienischen Kader stehen gut, dass es in dieser Saison im Antholzer Tal zu einem Spitzenergebnis reicht. Den Männern, allen voran Lukas Hofer, wird großes Potenzial bescheinigt. Dieses gilt es nun in den kommenden Tagen in der Loipe und am Schießstand zu beweisen. Bei den Frauen schüren besonders die Ergebnisse der vergangenen Wochen die Hoffnungen. Der Sieg von Dorothea Wierer bei der World Team Challenge in Gelsenkirchen, die Plätze fünf und sechs Platz der Frauen-Staffel, sowie die bislang beste Weltcupplatzierung von Karin Oberhofer in Oberhof (11. Platz) machen Lust auf mehr.

Autor: sportnews

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